LesenFragen loji7835

Das Coronavirus breitet sich aus. Immer mehr Menschen bleiben zuhause. Das ist die Gelegenheit, über wichtige Dinge nachzudenken. Das ist auch die Gelegenheit, mehr zu lesen.

Ich habe für unsere Leser eine Liste von Lesetipps zusammengestellt. Die empfohlenen Bücher betreffen Themen, die hier auf Cuncti behandelt werden, vor allem die Geschlechterdebatte.

Gender Studies – Wissenschaft oder Ideologie?

Dieser Sammelband informiert über die Gender Studies, über ihre Entstehung, ihre Grundbegriffe und Methoden. Da die Gender Studies nicht nur als ein Forschungsfeld, sondern auch als ein Fach auftreten, steht im Zentrum dieses Sammelbandes die Frage nach ihrer Wissenschaftlichkeit: Genügen ihre Begriffe, Konzepte und Methoden den in der Wissenschaft herrschenden Standards? Lassen sich ihre Thesen durch Fakten belegen oder stellen ihre Thesen ideologische, d.h. durch Fakten nicht belegte, Annahmen dar? Ein weiterer Schwerpunkt des Bandes ist die Kritik an der „gendergerechten Terminologie“, dem „Gendersprech“. Bereits dieser Band geht auf den Einfluss der Gender Studies auf die Politik, insbesondere auf die Wissenschafts- und Bildungspolitik, ein. Mit Beiträgen von Hans Peter Klein, Axel Meyer, Adorján Kovács, Sabine Beppler-Spahl, Markus D. Meier, Alexander Ulfig, Heike Diefenbach, Wolfgang Tischner, Dagmar Lorenz, Heinz-Dieter Pohl, Tomas Kubelik und Harald Schulze-Eisentraut.

Harald Schulze-Eisentraut/Alexander Ulfig (Hrsg.), Gender Studies – Wissenschaft oder Ideologie? Deutscher Wissenschafts-Verlag Baden-Baden 2019.

Wege aus der Beliebigkeit. Alternativen zu Nihilismus, Postmoderne und Gender-Mainstreaming

Dieses Buch stellt Gender Studies und die mit ihnen verbundene Politik des Gender-Mainstreamings in einen größeren kulturgeschichtlichen Kontext. Der heute herrschende postmoderne Relativismus möchte allgemeingültige Prinzipien auflösen, „dekonstruieren“. Besonders deutlich zeigt sich sein Einfluss in der Gender-Theorie und in der Politik des Gender-Mainstreamings. Diese Politik verstößt gegen fundamentale Prinzipien unserer Gesellschaft wie das Leistungsprinzip sowie das Prinzip der Bestenauslese. Sie öffnet Tür und Tor dem Lobbyismus und Klientelismus (siehe die Frauenquote). Alles wird von ihr zu einer Machtfrage erklärt. Der Autor stellt abschließend Alternativen zu dieser nihilistischen Politik vor.

Alexander Ulfig, Wege aus der Beliebigkeit. Alternativen zu Nihilismus, Postmoderne und Gender-Mainstreaming, Deutscher Wissenschafts-Verlag Baden-Baden 2016.

Die Quotenfalle. Warum Genderpolitik in die Irre führt

In diesem Sammelband behandeln namhafte Autoren den zentralen Bestandteil der Politik des Gender-Mainstreamings: die Frauenquote. Das Buch stellt die wichtigsten Argumente gegen die Frauenquote vor. Schwerpunkte sind Frauenquoten in Wirtschaft und Wissenschaft. In vielen der Beiträge werden Alternativen zu Quotenregelungen ins Auge gefasst. Es handelt sich vor allem um die Behandlung von Menschen als Individuen (und nicht als Repräsentanten von Kollektiven) und um eine konsequente Orientierung an Qualifikation. Mit Beiträgen von: Ferdinand Knauß, Gérard Bökenkamp, Kevin Fuchs, Gerhard Amendt, Fiona Lorenz, Bernhard Lassahn, Walter Hollstein, Arne Hoffmann, Bruno Köhler, Klaus Funken, Adorján Kovács, Sabine Beppler-Spahl, Bettina Weiguny, Philip Plickert, Walter Simon, Eckhard Kuhla, Christine Bauer-Jelinek, Alexander Ulfig, Harald Schulze-Eisentraut, Josef Christian Aigner.

Harald Schulze-Eisentraut/Torsten Steiger/Alexander Ulfig (Hrsg.), Die Quotenfalle. Warum Genderpolitik in die Irre führt, FinanzBuch Verlag München 2017.

Lexikon der feministischen Irrtümer: Politisch korrekte Vorurteile und männerfeindliche Mythen auf dem Prüfstand der Wissenschaftlichkeit

„Nur acht Prozent der Deutschen ordnen sich dem feministischen Lager zu. Diese acht Prozent sind aber so gut verankert in Leitmedien, Politik und dem akademischen Sektor, dass sie die Geschlechterdebatte beherrschen – mit allen Nachteilen, die eine solche Alleinherrschaft mit sich bringt: So werden feministische Behauptungen nicht hinterfragt, sondern einer schreibt sie unkritisch vom anderen ab. Stellt jemand diese Behauptungen ausnahmsweise doch in Frage, wird er als "antifeministisch" und damit "rechts" abgeurteilt. Das "Lexikon der feministischen Irrtümer" durchbricht dieses Raster. Im Vorwort des Buches schildern fachkundige Beobachter von der Neurologin über die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte bis zu Präsidenten des Deutschen Hochschul- sowie des Deutschen Lehrerverbandes, dass Menschen, deren Erkenntnisse von einer politisch propagierten Lehre abweichen, Repressionen bis hin zu gewalttätigen Übergriffen befürchten müssen. Im Hauptteil des Lexikons werden Dutzenden feministischer Behauptungen die vorliegenden wissenschaftlichen Studien gegenüber gestellt, die diese Behauptungen als Mythen und Fehlschlüsse entlarven. Dabei wird jede Erklärung minutiös durch Quellenangaben belegt. Das Nachwort des Buches beschäftigt sich damit, wie man die Ideale der Aufklärung zurückerobern und sich vor einer vereinfachenden und damit verzerrenden Darstellung beim Geschlechterthema schützen kann. Was können Feministinnen tun, die mehr an Wahrheitsfindung als am Schutz der eigenen Ideologie interessiert sind? Was können Journalisten tun? Und was jeder einzelne von uns?“

Arne Hoffmann, Lexikon der feministischen Irrtümer: Politisch korrekte Vorurteile und männerfeindliche Mythen auf dem Prüfstand der Wissenschaftlichkeit, Verlag: Independently published 2019.

Feindbild weiße Männer: Der rassistische Sexismus der identitätspolitischen Linken

„Der alte weiße Mann ist "die große Hassfigur der Gegenwart" (Der Spiegel) und "für viele der neue Lieblingsfeind" (Süddeutsche Zeitung). "Fürchtet den weißen Mann" schlagzeilt die "Zeit". Wie ist diese krude Mischung aus Rassismus und Sexismus derart einflussreich geworden? Welche Schäden richtet sie an? Welche Parallelen gibt es zu anderen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit? Wie versuchen Ideologen, ihre Diffamierungen zu rechtfertigen – und warum überzeugen diese Versuche nicht? "Feindbild weiße Männer" beantwortet nicht nur diese Fragen, sondern zeigt auch, wie sich Menschen aus der Zivilgesellschaft dem Hass entgegenstellen. Damit leistet dieses Buch eine wertvolle Argumentationshilfe gegen den neuen Schreibtisch-Sexismus und –Rassismus, um ihn so bald wie möglich zu überwinden.“

Arne Hoffmann, Feindbild weiße Männer: Der rassistische Sexismus der identitätspolitischen Linken, Verlag: Independently published 2019.

"Besonders Frauen": Schwarzbuch Feminismus 1968 – 2019

„„Besonders Frauen“ ist das Ergebnis einer 4-jährigen Recherche, eine Dokumentation der 2. und 3. Welle des Feminismus in Deutschland von 1968 bis 2019. Es geht darin um Väter und Kinder, Sexualität und Gewalt, Arbeit und Geld, Staat und internationale Frauenlobby, Medien und Zensur. Wer wissen möchte, mit welchen Tricks Gender Mainstreaming installiert wurde, wer bei der Scheidungsreform 1977 dafür gesorgt hat, dass das angestrebte Ziel der finanziellen Selbstständigkeit der Ex-Ehefrau konterkariert wurde, wie Geschlechterstudien manipuliert werden, mit welch irrwitzigen Summen feministische Lobbyistinnen gefördert werden, wie sie Politik und Medien beeinflussen und demokratische Entscheidungsprozesse unterlaufen, findet hier Antworten. Das Buch arbeitet Fakten auf über den stets geleugneten Krieg, den Feministinnen seit mehr als 50 Jahren gegen Männer und emanzipierte Frauen führen, mit verheerenden Folgen für die gesamte Gesellschaft. Die Aussagen sind mit ca. 7.000 Quellenangaben belegt; ein ausführliches Register rundet das Buch ab.“

Gunnar Kunz, "Besonders Frauen": Schwarzbuch Feminismus 1968 – 2019, Verlag: Independently published 2020.

 

 

Weitere Beiträge

Regulationitis – Risiken und Nebenwirkungen verboten

- zuerst erschienen auf Sciencefiles.org
Wann immer etwas nicht der Norm entspricht, Marktergebnisse unvorhergesehen und nicht erwartungsgemäß ausfallen, wenn Krisen entstehen, Bubbles platzen, wenn Chaos ausbricht und entsprechend chaotische Konsequenzen nach sich zieht, dann erfolgt unvermeidbar und mit schöner Regelmäßigkeit der Ruf nach dem Staat.

Der Staat soll Banken, die sich...

Sollten Roboter unsere Arbeit übernehmen?


Die Vision, menschliche Arbeit könnte weitgehend von Robotern übernommen werden, sollte angesichts des Geburtenrückgangs zum Gegenstand einer politischen Debatte werden. Und nicht nur angesichts des Geburtenrückgangs.
Als ich ein kleiner Junge war – das war Ende der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts -, sah ich einen Fernsehbericht und traute nicht meinen Augen: Roboter haben Autos...

Die Marktlogik der Gender Studies


Als vor einem Monat schon wieder ein Text zur Verteidigung der Gender Studies in einer überregionalen Zeitung erschien, hatte ich keine Lust mehr. Die Vielfalt zum Schweigen bringen heißt dieser Text, verfasst von der Gender-Forscherin Franziska Schutzbach, erschienen in der Schweizer Wochenzeitung.
Dass es Kritikern der Gender Studies irgendwie bloß um eine „Verunsicherung“ angesichts der „Vielfalt“...

Liberalismus und Neoliberalismus


Liberalismus ist die Denkweise des Bürgertums, genauer: des Besitzbürgertums, so wie es vor ca. 500 Jahren zu Beginn der Neuzeit entstanden ist und sich aus diesen Anfängen heraus weiter entwickelt hat.
Besitzbürger ist, wer über modernes Eigentum verfügt und wer damit wirtschaftlich selbständig auf den Märkten tätig ist, sei es als Kaufmann, oder als Industrieller, als Bankier, als Reeder, als...

Postkoloniales Durcheinander

Wie Kritik an Corona-Maßnahmen in einen Hut geworfen wird mit Kritik an Gender Studies, Postcolonial Studies oder moderner Kunst
Im Folgenden wird Bezug genommen auf einen Beitrag im „politischen Feuilleton“ im Sender Deutschlandfunk Kultur vom 2. Juni 2020, der als „Polemik“ klassifiziert wird und in dem Jasamin Ulfat-Seddiqzai fragt: „Ist das noch Wissenschaftskritik oder kann das weg?“
...

Alles beim Alten - Entscheidet wirklich Herkunft über Lebenschancen?


In Deutschland gibt es u.a. das folgende Ritual: In regelmäßigen Abständen kehren Themen in der öffentlichen Diskussion wieder, werden dort mehr oder weniger breit getreten und verschwinden nach kurzer oder weniger kurzer Zeit wieder in der Versenkung, aus der sie nach einer gewissen Auszeit wieder auftauchen, um abermals breitgetreten zu werden.
Übertragen auf Probleme bedeutet dies die...

Krisensymptom Griechenland

Wie die Euro-Rettungspolitik Europa ruiniert
Die Krise in und um Griechenland ist zu einem europäischen Krisensymptom geworden. Die Folgen sind heute noch nicht abzusehen. Ob der Euroraum auseinanderbricht oder ob das „Friedensprojekt Europa“ dauerhaft Schaden nimmt oder sogar scheitert, wie von einigen befürchtet wird, ist ungewiss.
Auszuschließen ist beides nicht mehr. Fragen dieser Tragweite...

A bisserl Retourblick geht sich scho’ aus

„Schnee von gestern“ trifft auf die Leserschaft von heute: Kindheit und Jugend im Österreich der 1970er und 1980er Jahre
Den Autoren Friederike Leibl-Bürger und Florian Asamer gelingt mit ihrem Erstlingswerk eine beachtliche, realitätsnahe Einsicht in das Leben von Kindern und Jugendlichen im Österreich der 1970er und 1980er Jahre. Es geht um den damaligen Alltag: Schule, Familie, Essen – und um...