Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauers Trumpf ist gegen die Frauenquote, wie sie von den beiden SPD-Bundesministern Manuela Schwesig und Heiko Maas mit Zustimmung von Bundeskanzler Angela Merkel (CDU) in einem Gesetzgebungsverfahren vorbereitet wird.

FrauTopPosition

Frau Leibinger-Kammüller meint, ebenso wie es die „Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik“ formuliert, dass durch Frauenquoten Frauen diskriminiert würden, die es aus eigener Kraft nach oben geschafft haben.

„Wer will schon Quotilde sein?“ fragt sie völlig zu Recht, unterschätzt dabei m. E. aber massiv die diesbezügliche Hemmungslosigkeit ebenso neidischer wie ehrgeiziger mittelmäßiger Frauen.

In dem zweiten Artikel von Georg Meck über die Unternehmerin findet sich eine ausführlichere und sehr lesenswerte Begründung ihrer quotenkritischen Haltung.

Georg Meck gibt darin einen guten Einblick in das Milieu des Besitzbügertums, in dem es nicht um das geht, was im Angestelltenmilieu "Karriere" genannt wird, sondern darum, ein Unternehmen, also eine Institution, die zum Zweck der Kapitalverwertung geschaffen wurde, unter Wettbewerbsbedingungen zu erhalten, erfolgreich zu führen und weiter zu entwickeln. Die hierfür notwendige Handlungslogik ist von der Betriebswirtschaftslehre (Business Administrations) entwickelt worden.

Und in dieser geht es eben nicht um das im Grunde lächerliche und neidgetriebene Quotengerede als Teil des weiblichen Angestelltenbewusstseins.

Sie wollen doch sämtlich nichts anderes als nicht begründbare Sondervorteile (rechtliche Privilegien und ökonomische Subventionen) zu Lasten konkurrierender Männer!

Und dafür wird gelogen, dass sich die Balken der ganzen Republik biegen.

Es ist deshalb vollkommen folgerichtig, wenn Frau Leibinger-Kammüller von der Quotenpolitik nichts hält. Man kann ihr darin nur zustimmen. Wäre eine Frau wie sie nicht in der Lage, diesen Quotenschwindel zu durchschauen, dann müßte man sich um das Unternehmen Sorgen machen. Muß man aber nicht.

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Kommentare  

0 # Making You Smile 2015-06-19 16:08
Fine way of describing, and fastidious paragraph to get facts about my presentation topic, which i am going to
deliver in school.
Antworten
Weitere Beiträge

Warum Feminismus nicht links ist (und die Männerrechtsbewegung nicht rechts)


„Links=feministisch?“ So ist auf Genderama ein Gastbeitrag des ehemaligen SPD- und Linken-Mitglieds Sven Janssen betitelt.
Janssen geht davon aus, dass eine Männerrechtsbewegung nur erfolgreich sein könne, wenn sie an der „Wurzel des Problems“ ansetze – dass nämlich feministische Positionen nicht einfach Ergebnisse „von intellektuellen Verirrungen“ wären, sondern deshalb erfolgreich seien, weil...

Mit Speck fängt man Mäuse


Am Donnerstag, 25. Juli 2013 erschien in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung (S. 14) ein ausführlicher Bericht über die Personalpolitik an der Universität Hildesheim, deren Schwerpunkt auf der Lehrerausbildung liegt, und zwar unter dem Titel „Uni setzt vermehrt auf Professorinnen“, mit dem Untertitel: „Universität Hildesheim hofft auf Förderung durch Professorinnenprogramm / Bis zu 450 000 Euro...

On women quotas and other undeserved comforts


The quota system is superficially portrayed as a debate about fairness. It is presumed that women are discriminated against by men. The evidence for this presumption of unequal treatment is women's apparent underrepresentation in the labour market. The quota system is being advocated at a time of an increasing scarcity of qualified employees due to demographic shifts, and women are thus, and by...

Familie, Arbeitsmarkt und Gleichstellungspolitik


Wirtschaft, Unternehmen, Profit, Arbeitsmarkt, Konkurrenz auf der einen und Ehe, Familie,  Kindererziehung, Liebe und Vertrauen auf der anderen Seite bezeichnen die beiden Seiten des Widerspruchs zwischen Produktivität und Reproduktivität.
Wenn die wirtschaftliche Seite aufgrund ihres Profitstrebens übergriffig wird, indem sie die privat-familiale Seite nicht mehr respektiert, indem sie versucht, auf...

Von Natur aus besser? Der Biologismus hinter der Frauenquote in Aufsichtsräten


Das Bundesministerium für FSFJ hat einen freiwillig verpflichtenden Stufenplan erstellt, dem sich Unternehmen erst unterordnen dürfen, dann unterordnen müssen, Ziel: “Mehr Frauen – mehr Vielfalt in Führungspositionen”. Eine Initiative, “Frauen in die Aufsichtsräte”, FidAR e.V., die in Berlin ansässig ist und die vom BMFSFJ finanziert wird, hat nichts anderes zum Ziel, als den Frauenanteil in...

Nervenstark: Monika Ebeling trotzt feministischer Randale in Mainz


So gegen 17:30 Uhr betrete ich den Mainzer Campus, lieber ein gutes Stück zu früh als zu spät. Wenn die "Antifa Mainz Wiesbaden" ihren Protest schon unter anderem damit ankündigt, dass ich bei einem Vortrag im Publikum sitze, will ich natürlich nicht zu spät kommen: Das sähe dann so aus, als würde man die Antifa nicht ganz ernst nehmen, und das wäre politisch vermutlich mal wieder das völlig...

Geschlechterpolitik und Männer – passt das zusammen?


Anfang März 2015 stellte der Club of Vienna (CoV), die Denkfabrik der Stadt Wien, eine neue Studie vor. Sie befasst sich mit dem Geschlechterverhältnis. An der Entwicklung von Teil I, der sich mit der Teilhabe von Männern und Frauen am Geschlechterdiskurs sowie der Geschichte von Feminismus und Maskulismus (Männerrechtsbewegung) beschäftigt, wirkte ich intensiv mit.
Die neue Studie soll (auch)...

Feministische Dichotomie – Männer versus Frauen

Warum die Gleichstellungspolitik keine linke, sondern eine rechte Politik ist! Interview mit Professor Günter Buchholz
Alexander Ulfig: Herr Professor Buchholz, in Ihren Artikeln kritisieren Sie die gegenwärtige Gleichstellungspolitik. Was hat Sie dazu bewogen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen?
Günter Buchholz: Erst meine Erfahrung als Hochschullehrer ab 1994 hat bewirkt, dass ich mich...