Petition an den Intendaten des Deutschlandradios Willi Steul und die Redakteurin Dörte Hinrichs

10. Februar 2015

Wir fordern Sie auf, eine Sendung zu häuslicher Gewalt zu planen und durchzuführen, die die einseitige Darstellung vom 6.2.2015 korrigiert, Männer wie Frauen an der Diskussion beteiligt und auf einer fundierten journalistischen Recherche basiert.

violence Ihre Sendung "Häusliche Gewalt: Wenn Schläge den Alltag bestimmen" vom 6.2.2015 in der Sendereihe "Lebenszeit" (in der Mediathek hier) hat eindrucksvoll das Thema häusliche Gewalt angesprochen. Sie haben aber dabei leider nur noch die gängige einseitige Betrachtung des Themas verfestigt.

Vorweg: Selbstverständlich empfinden wir Männer (und Frauen) die von Frauen erfahrene Gewalt als schreckliches Erlebnis, an dem Männer auch beteiligt sind.

Die ganze Sendung hat aber ausdrücklich der voreingenommenen Meinung Vorschub geleistet, dass:

a. häusliche Gewalt fast ausschließlich von Männern ausgehe
b. die wissenschaftliche Forschung dies beweise
c. Frauen keine Verantwortung für häusliche Gewalt trügen

Durch diese einseitige Berichterstattung haben Sie eindeutig Ihre Pflicht gemäß dem Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verletzt, ausgewogen Bericht zu erstatten, die Würde des Menschen zu achten und sich der Wahrheit zu verpflichten.

Ihre Sendung ist alleine schon aus dem Grund nicht ausgewogen, weil Sie ausschließlich die (im Übrigen ganz wenigen) Studien zitieren, die auf zweifelhafter Grundlage (z.B. nur auf Basis von Polizeistatistiken) häusliche Gewalt den Männern hauptsächlich anlasten. Dagegen verschweigen Sie die weit über 250 wissenschaftliche Studien mit dem eindeutigen Fazit, häusliche Gewalt gehe in gleichem Maße von Mann und Frau aus. Diese Studien bestätigen das 25-25-50-Modell: 25 Prozent der Gewalttätigkeit in Beziehungen geht von Frauen aus, 25 Prozent von Männern und 50 Prozent von beiden gemeinsam. Gewalt ist symmetrisch verteilt. Weiterführende Daten über die reale Situation finden Sie weiter unten.

Sie verletzen überdies die Würde der Männer, denn Sie stigmatisieren diese als ihrem Wesen nach gewalttätige Menschen, die Gewalt zur Durchsetzung ihrer angeblichen Machtstellung anwenden und selbst – im Falle eigener Betroffenheit – keiner Hilfe bedürfen. Obwohl die subjektiven Erfahrungen, die in Ihrer Sendung zu hören waren, eindeutig aufzeigten, wie Gewalt als Ergebnis von paarpsychologischen Konflikten entsteht, wurde in der Sendung jede Verantwortung der Frauen an einer gewalttätigen Eskalation in diesen Konflikten verneint oder zumindest ignoriert.

Schließlich verletzen Sie ihre Pflicht zur Wahrheit, indem die zuständigen Redakteurinnen ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen und es unterlassen haben, leicht auffindbare Materialien zu einer objektiveren Berichterstattung zu recherchieren.

Wir fordern Sie daher auf, eine Sendung zu planen und durchzuführen, die diese einseitige Darstellung korrigiert, Männer wie Frauen an der Diskussion beteiligt und auf einer fundierten journalistischen Recherche basiert.

Gerne stehen wir für Gespräche in Ihrem Hause zur Verfügung.

Gez.
Eckhard Kuhla, Agens e.V.
Dr. Andreas Kraußer, MANNdat e.V.
Prof. Dr. Gerhard Amendt
Prof. Dr. Günter Buchholz
Arne Hoffmann, Genderama/Agens e.V.
Tom Todd, Agens e.V.

Weiterführende Information:
"Familiäre Gewalt im Fokus" - das erste wissenschaftlich fundierte Handbuch in deutscher Sprache, das alles Wissenswerte über Gewalt in Familien und Partnerschaften zusammenfasst; unterschiedliche Behandlungsmodelle für soziale und ethnische Milieus vorstellt und an Hand von Fallbeispielen in die Praxis der Behandlung einführt. Informationen hier

286 internationale Studien über Gewalt gegen Männer -> hier

Eine Zusammenfassung der Mythen und Fakten zu häulischer Gewalt finden Sie hier.

Hier kann man die Petition unterzeichnen.

 

Weitere Beiträge

Was hat das Deutschlandradio eigentlich gegen Menschenrechte?


Die Situation deutscher Mütter ist – von der breiten Öffentlichkeit wie üblich unbemerkt – unerträglich geworden. „Unverheiratete Mütter und ihre Kinder geraten (…) in eine noch nie da gewesene Situation des Ausgeliefertseins an den Kindesvater.“
Durch gesetzlichen Zwang sieht sich die unschuldige Mutter der Willkür eines missgünstigen Vaters ausgesetzt, der sich zwar – wir kennen diese...

Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

19. Oktober 2012, von Arne Hoffmann
Jörg & Miriam Kachelmanns "Recht und Gerechtigkeit" und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den...

Ein gewaltiges Missverständnis


Draußen hängen unauffällige Plakate, auf denen zunächst nur eine Tapete zu erkennen ist – mit einem Fleck (Anmerkung: Ich habe mich getäuscht. Der Fleck war nur auf einem Plakat. Aber im Muster der Tapete waren Fäuste zu erkennen. Man muss schon genauer hinsehen). Erst wenn man näher herangeht, sieht man auch, was da steht: „Jede vierte Frau in Deutschland wird Opfer von häuslicher Gewalt“. Das ist...

Keine öffentliche Finanzierung von Genderismus an Hochschulen und Schulen

Petition von ScienceFiles 28. April 2014
Das deutsche Bildungssystem befindet sich inmitten einer Transformation von einem effizienten Bildungssystem zu einem ineffizienten Nutznießer-System, das nicht mehr der Vermittlung von Bildung, sondern der Versorgung von Günstlingen und der ideologischen Indoktrination nach dem Vorbild der marxistisch-leninistischen Indoktrination in der DDR gewidmet...

Jugendgewalt: Agenda-Setting und manipulative Berichterstattung in Schweizer Medien


Warum bleiben männliche Opfer von Gewalt in der Partnerschaft oft noch immer unsichtbar? Schauen wir uns mal die Berichterstattung über eine aktuell vorliegende Untersuchung an.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich, hat dieser Tage eine aktuelle Studie veröffentlicht, die die Hochschule auf ihrer Website unter der Überschrift Gewalt unter Jugendlichen sinkt vorstellt....

Häusliche Gewalt gegen Männer: kein Grund zu lachen

Aktuelle Forschungen verweisen auf hohe Raten häuslicher Gewalt gegen Männer.
Es gibt Dinge, die eher im Schatten unserer Gesellschaft liegen und die es Wert sind, näher beleuchtet zu werden. Eines dieser Dinge ist partnerschaftliche Gewalt gegen Männer.
Bildquelle: US Air Force Medical Service
Die geläufige Vorstellung von Partnergewalt fußt auf dem Stereotyp des männlichen Bösewichts und dem...

Gegen die Homophobie von Ilse Lenz und Hinrich Rosenbrock

Die von Ilse Lenz und Hinrich Rosenbrock verfasste Kampfschrift "Die antifeministische Männerrechtsbewegung", die als "Expertise" verkauft werden sollte, wurde in den letzten Wochen von Männerrechtlern sämtlicher politischer Lager, von weit rechts bis weit links, als unseriös abgelehnt. Ich habe Kontakt mit etlichen Männer- und Väterrechtlern der unterschiedlichsten Gruppen und Vereine und kenne...

Petition zur Förderung von Jungen - Das Potential von Jungen begreifen

Petition an Manuela Schwesig
Liebe Unterstützer/innen, wir bedanken uns recht herzlich für eure Unterstützung zur Jungenförderpetition im Bildungsbereich.
Eine ehrliche und effektive geschlechterspezifische Bildungsförderung muss beide Geschlechter und damit auch Jungen im Blick haben, denn auch Jungen sind Kinder und was aus Kindern wird, dafür sind wir Erwachsene verantwortlich. 785 Menschen haben unsere...