Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren.

men-shadowsAuch war in fast allen Vorträgen eine klare Bemängelung der nicht wirklich gendergerechten Praxis in der gesundheitlichen, politischen und betrieblichen Versorgung und Berücksichtigung von Männern und Jungen spürbar.

 

Offener Brief an die Zeit-Redaktion

15. September 2014

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
wir reagieren mit diesem Brief auf einen Text, der am vergangenen Donnerstag in der Zeit veröffentlicht wurde und bei dem wir nicht verstehen, wie er in einer Zeitung mit einem Anspruch auf Seriosität erscheinen konnte.

BriefSchreiben-lksh7829 Es ist in unseren Augen ein menschenfeindlicher, hetzerischer Text, und er diskreditiert Menschen maßlos, deren politische Position von der Meinung der Autorinnen abweicht.

 

Ich schaue ja immer gerne nach, wo Artikel des man tau-Blogs verlinkt worden sind. Als ich heute Abend nach Hause kam, fand ich in meinen Statistiken beispielsweise Besuche von der Seite der Zeit – dort hatte der Leser gran_torino77 einen Text von mir im Kommentarbereich verlinkt.

ZeitungBrei-kiol8615 Vielen Dank dafür! Am selben Tag wurde mir noch ein weiterer Link aus der Zeit angezeigt, aus deren mit Abstand umstrittensten Artikel des Tages: Vom Zorn abgehängter Männer.

 

Der Erfolg der jungen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in der sächsischen Landtagswahl hat Herrn Heribert Prantl erschreckt. In seiner Charakterisierung greift er Beobachtungen und Details auf, die ein vorläufiges Mosaik ohne klares Bild ergeben.

Panik-klnh7834 Prantl hält die AfD insgesamt für rückwärtsgewandt, bestreitet damit aber implizit, dass es ernsthafte Probleme geben könnte, die den Erfolg der AfD, teils zu Lasten anderer Parteien, erklären könnten. Er schreibt:

 

„Macker sein klappt nicht auf Anhieb. Es gibt da so Übungen.“ Das steht auf der Titelseite einer Zeitschrift, die ich im Urlaub zufällig gelesen habe. 

Neben den Sätzen das Bild einer jungen Frau, die einen Mann darzustellen versucht und die sich zu diesem Zweck eine Mütze aufgesetzt hat und böse guckt.

 

Früher musste die Karriere auf Eis gelegt werden für die Kinder – heute soll es andersherum funktionieren. Was als weiterer emanzipatorischer Schritt gefeiert wird, ist in Wirklichkeit Abzocke, die mit den Ängsten von Frauen spielt.

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Es wird als Sieg der Frau über ihre eigene Biologie gefeiert und schwappt als Trend gerade aus den USA nach Deutschland: Social Freezing. Frau lässt sich ihre Eizellen in jungen Jahren einfrieren, um sie bei Bedarf wieder aus dem Eisregal zu holen.

 

Diversity soll Vielfalt bedeuten. Doch die bestehenden Diversity-Programme orientieren sich nicht an der Vielfalt von Individuen, sondern an der von Kollektiven.

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In immer mehr Unternehmen und Organisationen werden Diversity-Programme eingeführt. Beispielsweise bei der Deutschen Bahn AG. In einem Interview für das Portal ATKearney361Grad gibt Annette Gräfin von Wedel, Leiterin der Abteilung Diversity Management, Auskunft über das Diversity-Programm des genannten Unternehmens.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist solidarisch. Das hat die Deutsche Gesellschaft für Soziologie gerade in einer Erklärung des Vorstands verlautbart.

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Der Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie hat also entschieden, dass die Deutsche Gesellschaft für Soziologie solidarisch ist, und zwar mit Soziologen, was schon einmal sehr erfreulich ist, denn in der Vergangenheit hat sich die Deutsche Gesellschaft für Soziologie und ihr Vorstand nicht unbedingt dadurch ausgezeichnet, solidarisch mit Soziologen zu sein.

 

„Das erste Mal ein Kondom überziehen, das erste Mal einen Tampon einführen, das erste Mal Analverkehr.“

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Darüber sollten, so wunderte sich Christian Weber im April in der Süddeutschen Zeitung, schon Dreizehnjährige in der Schule „als Gedicht, als Bild, als Skulptur, als Theaterstück, als Sketch“ etwas vorstellen.

 

Es war ein eigentümliches Klima in den Siebzigern und Achtzigern des vorigen Jahrhunderts. Ein Klima, in dem sich radikale, abstruse und längst wieder verworfene Ideen, und auch die sogenannte ´Frauenbefreiung´, Bahn brachen.

Man wollte nicht mehr hinnehmen, dass sich ´Frauenrechte´ prozesshaft, gesellschaftskonform oder gar ´bio-dynamisch´  entwickeln.  Nun sollte mit Macht, Gewalt und per Gesetz endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden. Eine friedliche Reform für die Rechte von Frauen, die eines öffentlichen und privaten Dialoges würdig gewesen wäre, war ´out´.

Mittels Geschlechterkampf sollte die Befreiung der Frau und ihre Selbstverwirklichung möglichst schnell erreicht werden. Aber, meine Damen,  ´das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht´.

 

Zunahme der Falschbeschuldigung und Falschaussage bei Sexualstraftaten

Alexander Stevens ist Rechtsanwalt und auf Sexualstrafrecht spezialisiert: www.sexualrecht.de

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Falschbezichtigungen wegen sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung sind zwar kein neues Phänomen, nehmen aber stetig zu. Das Bayerische Landeskriminalamt zitiert in einer Untersuchung zu Vergewaltigung und sexueller Nötigung, dass deutlich mehr als die Hälfte der angezeigten Sexualstraftaten vorgetäuscht werden.

 

Das Lebensgefühl vieler junger Männer ist geprägt von einer tiefen Verunsicherung.

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Paradox sind sowohl die Erwartungen an „männliches“ Verhalten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen als auch die Ausübung der „männlichen“ Rolle, deren genuine Existenz oft bestritten, dann ihre peinlich genaue Einhaltung jedoch neuerlich eingefordert wird.