Interview mit Monika Ebeling

Im Mai jährte sich der Kulminationspunkt der Causa Goslar, der Tag, an dem Monika Ebeling ihres Amtes als Gleichstellungsbeauftragte enthoben wurde und in der Folge auch noch ihre Arbeit verloren hat, weil sie zu viel Empathie für Jungen und Väter zeigte.

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Das ist, auch wenn man es zum wiederholten Mal hört, immer noch unglaublich. In ihrem Buch „Die Gleichberechtigungsfalle“ hat Monika Ebeling die Ereignisse von damals eindrucksvoll geschildert und aufgearbeitet. Aber wie wurde aus dem Mädchen Monika die Frau Monika Ebeling, die wir heute kennen? Frau Ebeling will mit uns erstmals über diese Entwicklungsgeschichte erzählen. Machen wir dazu eine kleine Zeitreise durch die Geschlechterpolitik.

 

Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten (und letzten) Mal ein Bild bei Facebook gemeldet. Das Bild vom 4.1. zeigt eine Dose Nüsse, beschriftet ist sie mit den Worten „Buchenwald’s Beste“, darunter steht „Cash-Jews“ (also etwa: Geldjuden), neben den Schriftzug „Nur echt mit dem Stern“ ist ein Judenstern gezeichnet, unten prangt ein Hakenkreuz mit dem Satz „Hergestellt nach dem deutschen Reinheitsgebot“.

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Was Juden eigentlich mit Nüssen zu tun haben, macht das Partizip vor dem Begriff „Cash-Jews“ klar – es sind „Geröstete Cash-Jews“.

 

– vor dem Genozid, vor Kriegen und vor Katastrophen

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„Das Eichhörnchen springt von Baum zu Baum. Das Eichhörnchen ist schwanzgesteuert.“ Das war einmal ein harmloser Schülerwitz. Da hatte ein Junge ein Eichhörnchen gezeichnet und diesen Kommentar dazu geschrieben. Der Spaß ist vorbei.

 

Vor einigen Tagen berichtete Genderama darüber, dass in Facebook feministische Instanzen installiert worden sind, die genderpolitisch nicht korrekte Beiträge tilgen und deren Verfasser sperren sollen.

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Verankert wurde diese interne Zensurbehörde unter dem Vorwand, etwas gegen Bilder und Texte zu unternehmen, die Frauenfeindlichkeit und dabei insbesondere sexuelle Gewalt gegen Frauen darstellen.

 

„Dummdeutsch im Straßenverkehr“ – so überschreibt Jan Fleischhauer seine Kolumne zur geschlechterechten Sprache der neuen Straßenverkehrsordnung.

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„Erstmals fließt der Verkehr in Deutschland geschlechtsneutral, also ohne ‚Fußgänger‘, ‚Radfahrer‘ und überhaupt ohne jeden ‚Verkehrsteilnehmer‘. Um das zu erreichen, heißt es künftig nur noch ‚wer zu Fuß geht‘ beziehungsweise ‚wer ein Fahrrad führt‘. Auch ‚zu Fuß Gehende‘ gibt es nun oder ‚Mofa Fahrende‘, aber eben keine Mofafahrer mehr.“

 

Was, schon wieder Sexismus? Ja, aber diesmal ist es nicht irgendein aufgebauschter Provinzblatt-Sexismus. Wir wollen den dreistesten, den größten, den sexistischsten Sexismus aller Sexismuszeiten küren. Es ist die „Champions-League des Sexismus“.

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Warum? Sexismus gegen Männer gäbe es nicht oder zumindest weniger. So heißt es in den Medien. Ohne Beleg, ohne Beweis, einfach so, ohne kritisch zu hinterfragen. Frauen sind Opfer, Männer sind Täter. So sagt es der Feminismus und der ist unfehlbar. Basta!

 

Meine Eltern sind Bildungsaufsteiger, kommen aus typischen Arbeiterberufen und gehören so zu den Menschen, die der deutschen Sozialdemokratie besonders viel zu verdanken haben. Sie sind beide seit Jahrzehnten Mitglieder der SPD, haben über lange Zeit nie etwas anderes gewählt – so wie ich auch lange ausschließlich für Rot-Grün gestimmt habe.

In den letzten Jahren hat sich das geändert – durch meine eigenen Erfahrungen als ausgegrenzter Vater, aber natürlich auch durch die Position der SPD dazu.

 

Zum Hintergrund: Die Frauenquote ist inzwischen ein genial aufbereitetes Produkt der Medien, initiiert durch eine kleine Lobby-Gruppe von Frauen, konkreter: eine Gruppe der Radikalfeministinnen. Diese Lobby-Gruppe vermittelt fälschlicherweise den Eindruck, dass sie für “die” Frauen spricht, in realiter arbeitet sie nur für den eigenen Macht-Erhalt und -Gewinn. Dafür hat sich die Frauenquote als ein probates Mittel erwiesen.

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Die Frauenlobby wurde in den letzten 10 Jahren mit 3-stelligen Millionen-Beträgen gefördert. Mit diesen Fördergeldern installierte sie ihre Infrastruktur, bestehend aus Hunderten von „Frauenbeauftragten“ (später „Gleichstellungsbeauftragten“).

 

„Links=feministisch?“ So ist auf Genderama ein Gastbeitrag des ehemaligen SPD- und Linken-Mitglieds Sven Janssen betitelt.

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Janssen geht davon aus, dass eine Männerrechtsbewegung nur erfolgreich sein könne, wenn sie an der „Wurzel des Problems“ ansetze – dass nämlich feministische Positionen nicht einfach Ergebnisse „von intellektuellen Verirrungen“ wären, sondern deshalb erfolgreich seien, weil sie „einen massiven ökonomischen Vorteil für Arbeitgeber oder Finanzeliten“ böten und daher massiv gefördert würden.

 

Vor der Abstimmung über die Frauenquote im Bundestag erregte sich Andrea Nahles über den CDU- Fraktionsvorsitzenden: „Unionsfraktionschef Volker Kauder hat die Frauen in der Union öffentlich aufgefordert, gegen ihr eigenes Gewissen zu stimmen.

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Tatsächlich wollten sich die Abgeordneten der Union, die mit dem Gedanken an eine Stimme für die Einführung von starren Frauenquoten in Unternehmen spielten, auf die Freiheit ihrer Gewissensentscheidung berufen.

 

Erinnern wir uns rasch: Im Frühsommer 2012 hatte der Kanton Zürich für seine Gleichstellungsarbeit einen „Männerbeauftragten“ eingestellt: Markus Theunert. Nach rekordverdächtigen drei Wochen war das Arbeitsverhältnis schon wieder aufgelöst.

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Wenn Theunert nun ein Buch zur Geschlechterpolitik vorlegt, könnte erwartet werden, dass er  dieses persönliche Erlebnis mit der Gleichstellungswirklichkeit in unserem Land kritisch bearbeitet.

 

10. April 2013 von Till Schneider

Seit Erscheinen von "Wenn Frauen zu sehr lieben", dem Frauen-Coabhängigkeits-Bekämpfungsklassiker von Robin Norwood (1986), träume ich davon, selbst ein Buch herauszubringen, dessen Titel am publizitätsträchtigen Wörtchen "Wenn" aufgehängt ist. Motto: Jetzt sage ICH Ihnen mal, was los ist, WENN ... schnallen Sie sich gut an!

Wohl jeder Autor träumt von einem solchen Coup. Aber bevor ich den erforderlichen Buchinhalt zusammenhabe, kann ich ja schon einmal anderweitig einen Wenn-Titel vergeben: Ich stelle hier zwei Artikeln voran, die ich aus dem Amerikanischen übersetzt habe. Höchst bemerkenswerte Artikel - Autorin: Tracy McMillan. Und da hält der Titel tatsächlich, was er verspricht: Wenn Frauen zu sehr lügen - dann kann es ihnen eines Tages passieren, dass jemand sie auffliegen lässt. Jemand aus den eigenen Reihen, der genau Bescheid weiß. Eine Schwester. Das ist hier passiert - siehe unten. Zuvor gebe ich eine Einführung.