2oo8 veröffentlichte Walter Hollstein im Aufbau-Verlag sein Buch „Was vom Manne übrig blieb“. Es entwickelte sich rasch zu einem Standardtext zur Problematik der wachsenden Männerfeindlichkeit. Seit Frühjahr 2012 ist der Band vergriffen. Er erscheint nun ganz neu bearbeitet, aktualisiert und um einige Kapitel erweitert im Verlag „Opus Magnum“ (Stuttgart). Wir veröffentlichen einen Ausschnitt aus dem Schlusskapitel.

Am 27. 8. 2012 wurde die Polizei in Bochum zu einem außergewöhnlichen Einsatz gerufen. Anrufer hatten zwei verdächtige Personen gemeldet, einen Mann und eine Frau. Die Polizei entdeckte die beschriebenen Personen auf dem Bürgersteig in der Vierhausstraße: Eine Frau in martialischem Lederdress führte einen Mann an einer Hundeleine auf der Hauptverkehrsstraße aus – und der Mann war praktisch nackt. Er trug nur ein Stachelhalsband um den Hals, an dem die Leine befestigt war. Auf die Frage der Polizisten, was das Paar da mache, erklärte die 33jährige, der Mann müsse seine Notdurft verrichten – Mann als Hündchen.

 

Harald Eia, mit einem MA in Soziologie und Norwegens bekanntester Komiker, kam nach seinem Studium zu der Erkenntnis, dass die Gendertheorie – nach der Mann und Frau gleich seien und alle Unterschiede ihre Ursache ausnahmslos in gesellschaftlichen Prägungen hätten nicht mit den klassischen Wissenschaften wie Biologie, Anthropologie etc. übereinstimmen.

Harald Eia

Sein Kommentar: „Ich fühlte mich von meinen Universitätslehrern betrogen“. Eia’s Idee war es, das „Gender Paradox“ in Norwegen zu hinterfragen. Dieses Paradox besteht in einem Widerspruch zwischen jahrzehntelanger „gendersensibler“ Erziehung zur Gleichheit (hier der Genderplan [1] des Europäischen Rats von 2011) und den nach wie vor unterschiedlichen männlichen und weiblichen klassischen Berufswahl. Dieser Unterschied war bezeichnenderweise seit langem größer als in vergleichbaren Ländern. Das Thema wurde mehr und mehr zu einem Tabu in der norwegischen Öffentlichkeit. Das wollte Harald Eia u.a. durchbrechen.

 

Wie Ideologen die Wissenschaft vergewaltigen

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Das Worldwide Web fördert immer wieder erhellende Fundstücke zu Tage. So widmet sich aktuell Christian Schmidt in seinem Blog "Alles Evolution" der Anmaßung feministischer Ideologen, die einzig gültige Form von Wissenschaft präsentieren zu wollen. Dabei bezieht er sich auf das Buch "Professing Feminism", verfasst von zwei Frauen, die im Bereich Gender Studies unterrichten, denen es vor der Entwicklung in diesem Fachbereich aber mehr und mehr graust:

 

Nein, der Ethikrat hat sich nicht einstimmig für die Legalisierung ritueller Beschneidungen ausgesprochen, auch wenn das in verschiedenen Medien absichtlich so dargestellt wird. Im Gegenteil: Es gab äußerst kontroverse Diskussionen.

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Der Jurist Prof. Merkel, Uni Hamburg, Ethikratsmitglied, hob das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Priorität des Kindeswohls hervor und warnte eindrücklich vor einem “jüdisch-muslimischen Sonderrecht” und einem “Sündenfall des Rechtsstaats”. Der Ethikrat hat somit lediglich eine humanere Form der Beschneidung angemahnt, wenn denn die Bundestagsabgeordneten Jungen unbedingt ans Messer liefern wollen.

 

Wie eine Mitschöpferin der Gendertheorie geehrt wird

Judith Butler

Der Genderismus gehört zu den auch politisch einflussreichsten Theorien der Gegenwart. Wie immer wird das, was sowieso erfolgreich ist, noch einmal besonders gefördert. Die Soziologie nennt das den „Matthäus-Effekt“: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat“ (Mt 25,29). Und damit das auch klappt, kann schon mal nachgeholfen werden.

 

Männliche Hartz-IV-Empfänger werden bei Verstößen gegen die Bestimmungen doppelt so häufig und schwerer sanktioniert als Frauen. In der Folge müssen männliche Hartz-IV-Empfänger weitaus häufiger empfindliche Kürzungen der Geldleistungen hinnehmen. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor.

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Die Benachteiligung hat System. Bei Familien, in denen beide Eltern arbeitslos sind, konzentrieren sich die Vermittlungsbemühungen i.d.R. auf den Mann. Dadurch kommen entsprechend häufiger Männer in die Situation, Aktivierung nachweisen zu müssen. Männliche Arbeitslose werden aber auch gegenüber kinderlosen Single-Frauen benachteiligt.

 

3. September 2012, von Prof. Günter Buchholz

Eine Rezension zu Hadmut Danischs Buch „Frauenquote“

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Das hier besprochene und empfohlene Buch ist wichtig, weil es bewusst und begründet gegen die Political Correctness (PC) verstößt, die bekanntlich oft nicht mehr als ein öffentlicher sozial-psychologischer Zwang zur Verleugnung oder zur Lüge ist. Und manchmal nimmt sie sogar die Form offener Zensur an. Und wer diese nicht mitträgt, der wird nach Möglichkeit ausgegrenzt und als Unperson behandelt. Daher sind therapeutische Interventionen nötig, die, indem sie die PC demaskieren, notwendigerweise provokativ wirken. Das hier besprochenen Buch ist genau eine solche heilsame Intervention durch Provokation.

 

Ein alternativer Ansatz zur Diskriminierungsthese

In Deutschland werden ungleiche Verteilungen zwischen den Geschlechtern in den Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik vor allem auf Diskriminierung zurückgeführt. Dies ist ein Erklärungsansatz, aber nicht der einzige.

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Die britische Soziologin und Arbeitsmarktexpertin Catherine Hakim hat schon vor einigen Jahren einen alternativen Erklärungsansatz entwickelt, der in der englischsprachigen Wissenschaft  auf Resonanz gestoßen ist und von anderen Wissenschaftlern zum Ausgangspunkt weiterer Untersuchungen gemacht, aber in Deutschland bisher kaum zur Kenntnis genommen wurde: Die Präferenztheorie.

 

„Für die Jungfrau sieht ohnehin erstmal jeder Penis gleich aus.“ So schreibt Antje Sievers. Das wundert mich. Ich dachte bisher, dass eine Jungfrau noch keine Vergleiche hat. Oder nur wenige.

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Aber Antje Sievers wird es wissen. Ihr glaube ich das gerne. Denn so wie die Jungfrau über den Penis urteilt, so urteilt sie selber – ohne richtig hinzugucken. Sie schreibt: „An vorderster Front agieren die von Opferneid und Unterhaltszahlungen gebeutelten Dauerjammerer, die sich in Nachahmung der Feministen Maskulisten nennen und die meinen, eine fehlende Vorhaut wäre so schlimm wie eine fehlende Klitoris.“

 

Ich begriff, dass ein Ritual immer bedeutet, etwas wegzuwerfen; die Zerstörung unseres Getreides oder unseres Weins auf dem Altar unserer Gottheiten.

—Gilbert K. Chesterton, Tremendous Trifles (1909)

Thomas Szazs

I.Eine umfangreiche Literatur beschäftigt sich mit den medizinischen Argumenten für oder gegen die routinemäßige Beschneidung von Neugeborenen (routine neonatal circumcision, RNC). Ich beabsichtige hier nicht, mich an dieser Debatte zu beteiligen, mir geht es vielmehr darum, das ethische Dilemma, das eine unvoreingenommene Untersuchung der RNC uns aufzwingt, kenntlich zu machen. Ich werde zeigen, dass die RNC uns nur deshalb als medizinisch-prophylaktische Maßnahme erscheint, weil es Ärzte sind, die sie durchführen. In Wirklichkeit handelt es sich dabei jedoch um ein jüdisches und muslimisches Ritual.

 

Das spektakuläre Urteil des Kölner Landgerichtes über die Strafbarkeit von Beschneidungen bei Jungen hat die Politik aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen.

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Im Gegensatz zur Beschneidung von Mädchen, will die Politik die Beschneidung von Jungen legalisieren. Dabei überrascht, wie schnell die Politik bei der Hand ist, das Recht auf körperliche Unversehrtheit von Jungen beschneiden zu wollen. Als die Politiker/innen aus dem Urlaub zurückkehren mussten, um über den EFSF zu entscheiden, hat der Bundestag, kurzerhand, quasi aus dem Stegreif, auch eine Resolution für die Beibehaltung der Beschneidung bekanntgegeben. Eine echte Abwägung, eine Diskussion, fand nicht statt. Lediglich bei den Linken kann man derzeit Versuche erkennen, das Menschenrecht von Jungen in der Diskussion ausreichend zu gewichten.

 

Wie der sexistische Blick und totalitäres Denken die Limbo-Latte niedrig hält

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Stellen wir uns vor, aus dem Schwimmbecken im Olympiastation wäre das Wasser abgelaufen, und das Becken wäre stattdessen mit unzähligen kleinen Liebesperlen angefüllt. Die eine Hälfte der Perlen wäre rot, die andere weiß. Nun geht jemand mit verbundenen Augen an den Beckenrand und fischt zehn Perlen heraus. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass fünf davon weiß und die anderen fünf rot ist? Eher klein.