Gesellschaft

Belästigung als neuester Schrei

Die #metoo-Kampagne trägt Züge einer hysterischen Hexenjagd. Erwachsenes Sexualverhalten braucht keine Twitter-Hashtags.

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Noch jemand, den Kevin Spacey begrapscht hat? Im Tagestakt heben Leute nun den Finger und rufen „#metoo“. Immer mehr springen auf den fahrenden Zug auf, nachdem schon die bloße Bezichtigung eines plumpen Annäherungsversuchs Anfang vergangener Woche große Wellen geschlagen hatte. Die Unschuldsvermutung galt für den Schauspieler von Anfang an nicht.

 

Die pervertierte Pseudogemütlichkeit. Flackern bis zum Ausbrennen

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Wir sind gefangen in einer nie endenden Stimulations- und Erregungsspirale. Wir flackern genauso unruhig und erratisch wie Kerzenlichter und wollen nur eines: leisten, leisten, leisten, oder anders ausgedrückt flackern bis zum Ausbrennen. Aber vielleicht macht gerade das uns glücklich?

 

Die AfD als antagonistischer Ausdruck einer ostdeutschen Identitätskrise

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Der Wahlerfolg der AfD kann als emotionaler Befreiungsschlag der sich jahrelang aufgestauten, unterdrückten und unfähig zu artikulierenden Frustration der Ostdeutschen verstanden werden. Es ist eine Befreiung vom sich selbst als absolut gesetztem hypermoralisierenden, kollektiven Willen, dessen fehlender, lebensnotwendiger Antagonist neu erfunden werden musste. Ob dieser im Gewand des Nationalismus oder der Ausländerfeindlichkeit erscheint, oder in einem Alternativen zu diesem alternativen Gewand bleibt uns überlassen.

 

„Weißsein“: Ein unsinniges Konzept

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Die linken Aktivisten, die Weißen eine kollektive, privilegierte Identität zuschreiben, sind nicht weniger irrational als die Rassisten, die sie bekämpfen.

Der Anblick der Neonazis, die am 12. August durch die Straßen von Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia marschierten, zeigt: Die Altlasten unserer Vergangenheit lassen uns nicht los. Oft drängen sie sich uns auf unerwartete und verwirrende Weise auf. 

 

Islamismus versus Populismus: Wer sind die Täter? Was wollen sie?

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Charlottenburg kann so schön sein: Die Sonne scheint, ein Eiswagen verteilt kostenlos Eis. Die SPD ist unterwegs und macht bürgernahen Wahlkampf mit dem grundsympathischen Tim Renner, der seine Broschüre, die „Tim Renner Das Rote Album" heißt, so gestalten ließ, dass sie an ein Booklet einer CD erinnert. Alles bestens. Mailen Sie ihm: tim[at]bundesrenner.de

Unter dem Track SICHERHEIT #WIRKLICHMACHEN heißt es:

„In Charlottenburg-Wilmersdorf hatten wir den ersten großen Anschlag mit islamistischem Hintergrund. Ein in Nordrhein-Westfalen registrierter Asylbewerber raste am 19.12.2016 in einem Lastwagen absichtlich in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz und riss zwölf Menschen aus dem Leben."

 

Was denken die Anderen über mich?

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Soziale Phobie als das Grundproblem des Menschen

Die Angst vor (negativen) Meinungen der Anderen, auch soziale Phobie genannt, ist die Grundangst des Menschen. Sie liegt vielen anderen Ängsten zugrunde. Somit ist sie die Ursache vieler psychischer Krankheiten. Die Angst, Kontakt mit Menschen aufzunehmen, die Angst, vor vielen Menschen zu sprechen, oder generell die Angst vor Ablehnung sind Formen der sozialen Phobie. Soziale Ängste sind ein universelles Phänomen, d.h. alle Menschen haben sie mehr oder weniger. Doch nicht bei jedem werden sie pathologisch.

Geben wir dieser Angst nach, dann verlieren wir unser Selbst. Wir machen nicht das, was wir machen möchten, sondern das, was Andere von uns verlangen. Wir gehen nicht unseren Weg, sondern orientieren uns an den Meinungen der Anderen. Anders gewendet: Ohne die soziale Angst wären wir viel freier und könnten das machen, was wir machen möchten. 

 

Hate Speech mit GEZ-Gebühren?

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ARD und ZDF inszenieren sich in der Öffentlichkeit als Kämpfer gegen Hate Speech. Doch wie sieht es mit Hate Speech in den eigenen Formaten aus?

Nicht erst seit Justizminister Heiko Maas ein Anti Hate Speech-Gesetz einführen will, fragt man sich, was unter Hate Speech zu verstehen ist. Eine offizielle Definition gibt es bis heute nicht. Durch diese Unbestimmtheit wird die Kontroverse zu Heiko Maas neuestem Vorstoß zusätzlich verschärft. Je weniger klare, eindeutig überprüfbare Kriterien es gib, desto größer ist der Einfluss von Willkür bei der Beurteilung eines Beitrages.

 

„Transphobisches Stück Scheiße“ - eine Art Liebeserklärung

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Du musst dein Leben ändern, eine Art Liebeserklärung, eine kleine Video-Show und ein Veranstaltungshinweis

„Transphobisches Stück Scheiße" - das klingt nicht gerade vielversprechend. Dennoch. Der Beitrag von Tamara Wernli hat mich begeistert. Ich bin ihr richtig dankbar. It made my day. Das muss ich kurz erklären: Ihr Video hat mich nicht etwa begeistert, weil ich es gut finde, was sie uns da vorführt. Sondern weil sie ein Fenster aufgemacht und Jordan Peterson vorgestellt hat.

Jordan Peterson. Darauf habe ich gewartet.

 

Das Gespenst der Hate Speech

Hate Speech wird immer häufiger Andersdenkenden unterstellt, um sie zu diskreditieren und mundtot zu machen. Der Begriff Hate Speech dient somit dazu, die Meinungsfreiheit einzuschränken.

Auf Youtube ansehen...

 

Schlimmer als Helikopter-Eltern: Helikopter-Narzissten!

Über die Opfergesellschaft und das narzisstische, globalisierte Ich

Das Auftreten narzisstischer Persönlichkeitsstörungen hat über Jahrzehnte hinweg in unserer Gesellschaft zugenommen. Jedoch findet zugleich neben einer gesellschaftlichen Globalisierung auch eine individuelle, narzisstische statt. Nämlich die des eigenen Ich. Diese drückt sich in einer kollektiv, organisierten Opfermentalität aus, wie es z.B. der Radikalfeminismus oder die politische Korrektheit tut.

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Wir leben in einer Zeit des Schreckens. Überall lauert Gefahr. Von rechts, von links, von unten oder von oben (nicht im politischen, sondern im metaphorischen Sinne). Sie ist ständig da, kann unerwartet auftauchen und das Ich in Schrecken versetzen. Denn „Ich bin Ich, also bin Ich, und zwar Ich der Mittelpunkt der Welt". So kann man das heutige Lebensmotto der meisten beschreiben. Das Ich als das Zentrum, das Absolute der Welt, um das sich alles dreht.

 

Die Theorie hinter dem Zeitgeist der Beliebigkeit. Eine Buchbesprechung

Der Philosoph Daniel von Wachter unterschied in einem Vortrag vor drei Jahren zwischen zwei Arten von „Philosophie“: Es gebe einmal die „literarische oder existenzielle Philosophie“, die „oft dunkel, geheimnisvoll, kryptisch, quasireligiös“ sei, sich „oft unklar und unscharf ohne Definitionen“, dafür aber „mit langen Sätzen“ ausdrücke.

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Diese Art von Philosophie stelle „keine klare Frage“, formuliere „keine klare These“, bringe „keine Argumente“ und „keine Untersuchung der alternativen Positionen“. Von Wachter nennt als Beispiele Sartre und Camus, die vor allem Literatur produziert haben, ferner Nietzsche, der kaum Argumente bringe, sowie Heidegger, dessen „Wortbrei“ kein Mensch lesen könne, aber auch Hegel, der kaum klare Thesen nenne und gegen deren Gegenthesen verteidige.