„Schnee von gestern“ trifft auf die Leserschaft von heute: Kindheit und Jugend im Österreich der 1970er und 1980er Jahre

Den Autoren Friederike Leibl-Bürger und Florian Asamer gelingt mit ihrem Erstlingswerk eine beachtliche, realitätsnahe Einsicht in das Leben von Kindern und Jugendlichen im Österreich der 1970er und 1980er Jahre. Es geht um den damaligen Alltag: Schule, Familie, Essen – und um Urlaub in Variationen. Mit Tiefgang.

oesterreichische-flagge Dabei stehen nicht spezifische Erfahrungen der Autoren im Vordergrund, wie sie betonen, sondern auf die ganze Generation verallgemeinerbare Aspekte dieser Zeit. Der Ausflug der noch immer recht jungen Chefin vom Dienst (41) und des stv. Chefredakteurs (43) der Tageszeitung „Die Presse“, mithin der „FAZ Österreichs“, unter die Zeitchronisten darf als gelungen betrachtet werden.

Der Aufbau des Buches und Grundsätzliches

„Schnee von gestern“ ist rund 200 Seiten lang. Die Kapitel sind nach den Jahreszeiten benannt. Entlang der so entstandenen vier großen Abschnitte wird beschrieben, was Kinder und Jugendliche in welchen Monaten im Jahr – wetter- wie gesellschaftsabhängig – erlebten. Viele Unterteilungen sind sehr kurz, nicht selten lediglich eine Seite: Dies schafft Lesefreude, birgt allerdings zugleich die Gefahr, Dinge allzu plakativ abzuhandeln. Zumeist lösen die Autoren die Gratwanderung zwischen Kürze, Facettenreichtum, Würze und Hintergrund-Erklärungen beachtlich gut. Einführung und Nachwort runden die Beschreibungen ab. Anhänge wie ein Literaturverzeichnis oder Hintergrundinformationen, Kontextualisierungen oder sonstiges, weiterführendes Material sind nicht vorhanden.

Zu den großen Stärken, die „Schnee von gestern“ (auch) als literarisches Geschenk für beinahe jedermann – zumal Generationsgenossen – absolut empfehlenswert machen, zählen die meist vergnüglichen, detailgenauen Beschreibungen: Sie handeln von Alltagsvorgängen, Gegenständen, Gefühlen und Präferenzen, wie sie für Kinder in den 1970er und Jugendliche in den 1980er Jahren – über geographische und soziale Grenzen (sofern von der (klein)bürgerlichen Mittelschicht nicht allzu abseitig) hinweg – tatsächlich typisch waren. Hinzu tritt, dass Österreichs Gesellschaft vor einigen Jahrzehnten weitaus homogener strukturiert war als heute. Dies steigert die Verallgemeinerungsfähigkeit.

Zeitläufte

Eine Kernthese der Autoren, wonach sich seit ihrer Kindheit bzw. Jugend sehr Vieles verändert habe, weshalb jene Epoche fern erscheine, lässt sich so ideell gewinnbringend wie chronologisch mühelos auf die ihnen vorangegangenen Generationen übertragen.

Folgendes Bild ist auszumachen: Die Eltern (zumeist in den 1940ern geboren) der Autorengeneration hätten – ebenfalls in der Mitte des Lebens stehend – beim Mauerfall 1989 über ihre frühe Zeit um den Mauerbau 1961 (oder die Wiedererlangung der Souveränität Österreichs 1955) schreiben können. Die Großeltern (gegen Ende des habsburgischen Vielvölkerreiches Anfang des 20. Jahrhunderts geboren) der Autoren hätten während des Wirtschaftswunders über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor einem Jahrhundert bis hin zum Austrofaschismus der mittleren 1930er Jahre Auskunft geben können.

Will heißen: Über den Zeitraum einer biologischen Generation – sprich etwa drei Jahrzehnte – hat sich historisch betrachtet immer viel getan. Dass eine Phase bereits nach verhältnismäßig kurzer Zeit wie aus einer anderen Welt und als eigene, abgeschlossene Epoche wirkt, beschränkt sich keineswegs auf die Generation der Autoren. Auch nach ihnen gehen die Veränderungen der Generationenerfahrungen selbstredend munter weiter: Längst sind Millionen von Menschen im deutschsprachigen Raum erwachsen geworden, die sich an den Mauerfall als letzte Zäsur nicht mehr erinnern können oder noch nicht einmal geboren waren.

Sympathisch ist, dass Asamer und Leibl-Bürger selbst mehrfach darauf verweisen, dass Erlebnisse stets subjektiv geprägt sind und Wahrnehmungen daher natürlich variieren. Dies relativiert das Erkenntnispotenzial derartiger Schilderungen.

Kleinbürgertum und Rollenverhältnisse

Besonders stark sind die Schilderungen dann, wenn sie präzise auf die (klein)bürgerliche Lebenswelt im ländlichen Österreich während der Kindheit der Autoren zu sprechen kommen: Dies gilt beispielsweise für die äußerst begrenzten Ladenöffnungszeiten, zumal in den Dörfern und Kleinstädten, sowie das ebenso zu charakterisierende Warenangebot. Demgegenüber musste die Bundesrepublik Deutschland – selbst in ebenfalls außerordentlich provinziellen Gegenden wie dem südlichen Bayern – als jenes „Schlaraffenland“ wirken, als das es die Autoren aus den Kinderaugen der 1970er blickend beschreiben. Ihre Erfahrungen vergleichen sie – schmunzelnd – mit denen von DDR-Bürgern nach der Wende.

Inhaltlich bleibt – bei allem lobenden Respekt – allerdings durchaus Einiges fraglich: Ist der Übergang von der Kindheit zur Jugend nicht immer und überall die Zeit im Rahmen persönlich-individueller Biographien, in der die (infantil als solche wahrgenommene) „heile Welt“ Risse bekommt? Sind es wirklich „ältere Männer“, die „das Sagen“ – bspw. in der Politik – hatten? Die Interaktionen zwischen den Geschlechtern werden nicht deutlich. Dies gilt auch für die als Wahrheit hingestellte Annahme, Väter hätten Geburten beim Bier und nicht im Kreißsaal verbracht (und wären im Kreißsaal gern gesehen gewesen). Dazu mag sich jeder Leser von „Schnee von gestern“ – wie dieser Rezension – ein eigenes Bild machen.

Das Lebensgefühl der 1970er/1980er Jahre – en detail

Das Portfolio der Beispiele, die Asamer und Leibl-Bürger liefern, ist ein abwechslungsreiches Relief, gezeichnet in bunten Farben: Obstsorten gab es nur zur entsprechenden Jahreszeit, dafür Einmachgläser. Erdbeeren wurden – in Ostösterreich – als Ananas bezeichnet. Bei Freunden in Privathäusern wurde selten mitgegessen, nur getrunken.

Man wollte niemandem „Umstände“ machen. Die Autos waren wesentlich unsicherer, die Unfalltotenzahl – absolut und erst recht relativ zum Verkehr – wesentlich höher als heute. Kinder wurden in den 1970ern noch oft geschlagen, insbesondere Ohrfeigen ausgeteilt. Mütter seien deutlich „milder“ gewesen als die „raueren“ Väter, so die Autoren. Dass viele Männer ihre Kinder nach dem Willen ihrer Frau – der Mutter – schlugen, bleibt unerwähnt.

Die Großeltern wiederum wirkten häufig – früh und dauerhaft – alt: Dies habe sowohl für ihr Äußeres und ihren Lebensstil als auch ihr Verhalten gegolten. Vom heutigen „Siebzig ist das neue Fünfzig“ sei noch keine Rede gewesen. Klar. Die „Eltern der Eltern“ verwöhnten ihre Enkel und regelten nicht alles so genau wie die Obsorgeberechtigten: „Wir sprachen nicht viel von früher, als sie jung waren, aber wir ahnten, dass sie damals Dinge erlebt hatten, die die Probleme unserer Eltern (und später auch unsere) für immer relativierten.“ Beeindruckend.

Der Schilling samt seiner Groschen, die Währung Österreichs bis 2001, waren das unhinterfragte Zahlungsmittel. Überall in Europa, auch zwischen jedem westlichen Land, musste gewechselt werden. Der Kontinent bestand gefühlt vor allem aus Grenzen.

Das Autorenduo schafft es, ein Bild von der Zeit im Geiste des Lesers, zumal des nachgeborenen Nichtösterreichers, lebendig werden zu lassen. Wesentlliche Komponenten der Jugendkultur galten natürlich international: Vokuhila (Der Haarschnitt „Vorne kurz, hinten lang“), Schallplatten, Kassetten, Walkman, keine Bankomaten und Kopierer, Telefone mit Wählscheiben und viele Regeln beim Telefonieren; Verabredungen erfolgten ohne SMS. Eine sehr wichtige, zutreffende und durchaus schmerzliche Erkenntnis im Buch lautet: Kinder waren erst nachgeordnete Nutzer von Ressourcen, auch von Möbeln, die am besten neu bleiben sollten. „Brav-Sein“ galt als wesentliche Tugend. Es war eine Welt von Erwachsenen für Erwachsene, wie die Autoren überzeugend darstellen.

Die Umgangsformen gegenüber den Lehrern seien respektvoller gewesen als heute, dafür bestünde nun mehr Elternmitwirkung, während damals bereits ein Klassenbucheintrag „bedrohlich“ wirkte. Es gab Halbtags- und Ganztagswandertage, die das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schüler stärkten. Auch an diesen Stellen erfolgen die Schilderungen angenehm unglorifiziert – alltägliche Widrigkeiten fanden zahlreich Eingang, beispielsweise diejenigen der „Schlüsselkinder“, deren Eltern beide berufstätig waren und die deshalb alleine waren, als sie von der Schule nach Hause kamen. Andere Kinder sehnten sich diese Situation angesichts der Regeln und Restriktionen in ihrem Elternhaus jedoch gelegentlich herbei.

Das Ende des Ostblocks schildern die Autoren unter der Überschrift „Als der Schulatlas nicht mehr stimmte“. Die entsprechenden Staaten hätten für österreichische Kinder und Jugendliche zuvor nur „fiktiv existiert“. Überraschend ebenfalls, dass der ORF erst seit 1995 (!) rund um die Uhr sendet. Für deutsche Leser – selbst Provinzler – ist (auch) dies kaum zu glauben.

Der Urlaub – und Kinderwelten im Wandel elterlicher Lebensvorstellungen

Urlaubsschilderungen nehmen in „Schnee von gestern“ eine große Rolle ein. Dies zeigt, wie nahe jene Wochen den Autoren als Kinder und Jugendliche gingen. Sie prägen ihren Blick auf ihre Frühzeit offenkundig bis heute erheblich mit. Dies gilt besonders für den „Geschmack von Italien“, sommers das Lebensgefühl schlechthin. Solche Erfahrungen zeugen – historisch wie international – von durchaus erheblichem Luxus: Diese Fortschritte könnten seitens der Autoren stärker gewürdigt werden. Denn dass die Ansprüche und Erwartungen der Generation der Autoren hoch sind, zeigt (auch) die Aussage, man hätte die eigenen Eltern gern weit öfter bei sich, damit die Kinder versorgt sind, um „Lebenszeit“ und „Zeit zum Leben“ (163) besser vereinbaren zu können.

Hierzu ist festzustellen, dass es noch nie so wenige Kinder gab wie heute (auch der bereits vor Jahren geborene Nachwuchs der Autorengeneration gehört bereits zu relativ schwachen Geburtenjahrgängen) und die Möglichkeiten außerhäusiger Betreuung nie besser waren.

Nie funktionierten Haushalte derart auf Knopfdruck – wir leben in einer Freizeitgesellschaft: Ist es wirklich angemessen, von „der“ Gesellschaft zu erwarten, man könne eine Traumkarriere hinlegen, Hauptbezugsperson zu den Kindern sein und nebenbei noch jede Menge Freizeit für Hobbys, Sport sowie Freunde haben? Zählt es nicht(s), dass die technische Ausstattung für die Generation der Autoren schon immer vom feinsten war und die Arbeit überall erheblich erleichterte, ebenso wie das hohe Gesundheitsbewusstsein und die – relativ – geringen Mobilitätskosten? Gehört es nicht zum Erwachsensein, Prioritäten zu setzen, z. B. hinsichtlich Familie und Beruf? Erfüllt ein Leben nicht gerade, Anderes entbehrend einer Berufung zu folgen?

Last but not least – einige (weitere) kritische Anmerkungen

Trotz allen Lobes für die Leistungen der Autoren Friederike Leibl-Bürger und Florian Asamer sowie deren angemessener Würdigung im Rahmen der vorangegangenen Schilderungen widerspricht der Rezensent einer der wesentlichen, impliziten Aussagen der Autoren: Ihre Jugend unterschied sich hinsichtlich des ideengeschichtlichen Paradigmas nichtim Vergleich zu heute, es war keine „andere Zeit“, wie es bspw. politisch die Vorkriegsepoche oder kulturell jene vor „68“ gewesen ist. Denn auch in den 1980ern ging es im Wesentlichen darum, gemeinsam Wohlstand zu genießen. Schon im Gestus des die Gegenwart noch weit stärker prägenden saturierten Individualismus. Den Sicherheiten der (und durch die) Eltern, erlangt infolge ihrer harten Arbeit, stand aus Sicht Heranwachsender in Asamers und Leibl-Bürgers Generation der Wunsch nach Selbstentfaltung sowie einem Leben im Jetzt statt des Aufschubs von Genüssen bis zur Pension entgegen.

Bemerkenswert erscheint überdies, dass die Kirche im Buch überhaupt nicht vorkommt. Nicht mal als Wort, schon gar nicht als Thema: Passt dies zur Realität im kleinbürgerlich-ländlichen Österreich vor anderthalb Generationen? Sehr lange wies das ganze Land ein faktisch geschlossen katholisches Milieu auf, politisch über Jahrhunderte durch die Habsburger dominiert, kulturell zutiefst und durchweg entsprechend geprägt.

Als problematisch erscheint zudem der „Früher war alles besser“-Modus, in den die Autoren gelegentlich zu verfallen drohen, zumeist aber doch noch die Kurve kriegen, indem sie auch der Gegenwart Gutes abgewinnen. Es fehlt jedoch eine hinreichende Würdigung der nicht nur nach allen Zahlen, Daten und Fakten, sondern erst recht im Lebensgefühl, explizit auch aus deutscher Sicht, außerordentlich positiven Entwicklung, die Österreich in den vergangenen Jahrzehnten – durch die Europäische Einigung wie die Digitalisierung – genommen hat: Es öffnete sich kulturell, rückte in den Mittelpunkt Europas, wo es geographisch schon immer lag, durchlief gesellschaftliche Liberalisierungsprozesse und Wien avancierte um die Jahrtausendwende zu einem der europäischen Schmelztiegel, einem echten Anziehungspunkt.

Von seinem großen, nordwestlichen Nachbarn Deutschland – lange nicht zuletzt wegen der gemeinsamen Sprache in Verbindung mit den historischen Gemeinsamkeiten und dem gegebenen Größenverhältnis so etwas wie der „große Bruder“ – hat sich Österreich deutlich emanzipiert. Und dies, obschon es ab Kriegsende ein Jahrzehnt kein souveräner Staat war und dann vier Dekaden politisch, wenn auch nicht kulturell, neutral gewesen ist. Österreich strotzt vor Wohlstand und Selbstbewusstsein: Trotz des öffentlich ständig suggerierten Pessimismus und der üblichen „Grantelei“ der Landsleute, trotz (chronisch als solche wahrgenommener) Wirtschaftskrise und einsetzendem demographischen Wandel (den übrigens vor allem Migration aus den Staaten Mittel-/Süd(ost)europas relativieren kann). Doch diese überaus positive Entwicklung bleibt ebenso unterbeleuchtet wie die exponierte Rolle Wiens.

Empfohlen sei das Buch besonders Personen, die sich für Österreich und zeitgeschichtliche Alltagskultur, journalistisch-humoristisch erzählt, begeistern.

Angaben zum Titel: Leibl-Bürger, Friederike/Asamer, Florian: Schnee von gestern. Schlepplift, Strandbad, Schlüsselkinder – und was sonst noch war, Styria Verlagsgruppe, Wien/Graz/Klagenfurt 2014, 210 Seiten, 19,90 Euro.

Die Autoren bei der Buchpräsentation: http://www.styriabooks.at/article/5266.

 

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