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Höcke oder Kalbitz wären noch vor wenigen Jahren einfach Politiker irgendeiner rechten Kleinstpartei mit Stimmen im Promillebereich gewesen. Wenn sie heute landes-, irgendwie sogar bundespolitische Bedeutung bekommen haben, dann müssen wir als ihre Gegner etwas falsch gemacht haben. Die Posse um einen Auftritt Herbert Grönemeyers zeigt, warum es so schwer ist, nach diesen Fehlern auch nur zu fragen.

Rockmusik und Faschismus. Und Herbert Grönemeyer

Wenn ich in Zeitungen, Kommentarspalten oder sozialen Netzwerken Äußerungen von AfD-Anhängern lese, dann bleibt vor allem ein Eindruck zurück: Kritik an der eigenen Partei kommt dort nicht vor, und Kritik von außen wird abgewehrt mit der Klage darüber, dass die Partei einer feindlichen Medienwelt gegenüberstünde – dass die Kritiker manipuliert und gleichgeschaltet wären – oder dass sie gar Teil einer gewaltbereiten Front gegen die AfD oder praktischerweise gleich gegen das ganze Land wären.

Wer aber dagegen eine offene Gesellschaft vertreten will, der kann nicht auf dieselbe Weise in der eigenen Perspektive festgetackert bleiben, sondern muss akzeptieren, dass es andere Perspektiven als die eigene gibt. Er muss vor allem akzeptieren, dass auch er selbst von anderen womöglich anders wahrgenommen wir, als er sich selbst sieht, und anders, als er sich selbst sehen möchte.

Das bedeutet: Wir können eine offene Gesellschaft gegen einen Rutsch nach rechts nicht mit derselben Verbitterung, demselben Gefühl des permanenten Unverstandenseins, derselben Verweigerung des Perspektivewechsels und demselben Mangel an Selbstkritik verteidigen, die wir bei AfD-Politikern kritisieren. Das gilt auch, zum Beispiel, für den Umgang mit der jüngsten medialen Aufregung um einen kurzen Ausschnitt aus einem Konzert von Herbert Grönemeyer, der sogar vom Außenminister weiterverbreitet wurde.

Nein, natürlich ist Herbert Grönemeyer kein Nazi. Trotzdem ist der Auftritt  irritierend, wenn er ruft, dass WIR „diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat“ – und er ist unfreiwillig komisch, wenn er wie ein Hitler-Soundalike brüllt, dass „diese Gesellschaft (…) offen und demokratisch“ ist.

Natürlich wurde der Ausschnitt aus der AfD und von ihren Anhängern angegriffen, auch unmäßig und schäumend. Aber auch eine Reihe von Menschen, die mit der AfD überhaupt nichts zu tun haben, waren irritiert von der Wortwahl oder dem Anheizen des Publikums.

Dabei ist eigentlich nicht Grönemeyers Auftritt beunruhigend, der kann sich durch den Kontext eines Rockkonzertes durchaus erklären lassen. Beunruhigend aber ist die weitflächige, ganz selbstverständlich daherkommende und unerschütterliche Weigerung, auch nur die Möglichkeit einzuräumen, dass an solch einem Auftritt tatsächlich irgendetwas nicht in Ordnung sein könnte. Als müsste jemand, der aus der AfD kritisiert wird, allein schon deshalb über jeden Zweifel erhaben sein.

Bei der Klärung helfen zwei Beispiele aus der Rockgeschichte, eines von einem Weltstar, das andere von einer einst sehr erfolgreichen deutschen Gruppe.

David Bowie erzählte 1974 in einem Playboy-Interview offen von seiner damaligen Faszination für den deutschen Faschismus.

Rock stars are fascists. Adolf Hitler was one of the first rock stars.

Bowie schämte sich später für diese Faszination, beschrieb sie als schrecklich („ghastly“) und erklärte sie mit einer psychischen Ausnahmesituation: „I was out of my mind, totally, completely crazed.” Im Laufe seines langen Aufenthalts in West-Berlin und der Auseinandersetzung mit den bleibenden Schäden, die der Nationalsozialismus angerichtet habe, sei die Faszination verflogen.

Dieser Beitrag erschien zuerst im Blog des Autors "man-tau"

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Doch auch ganz ohne den Kontext dieser Faszination wird Bowies Bezeichnung Hitlers als „erster Rockstar“ noch heute immer wieder zitiert – wohl deshalb, weil sie auf eine zynische Weise stimmig ist. Die Lenkung und Instrumentaliserung der Massen – ihre gezielte Nutzung für die Selbst-Inszenierung – die Einordnung der Einzelnen in einem gemeinsamen Rhythmus, mit dem sie in der Masse untergehen – ihre Ausrichtung auf eine charismatische, herausgehobene, diffus religiös verehrte Zentralfigur: Die typischen Inszenierungungen der Rock- und Popmusik haben offensichtliche Ähnlichkeiten mit den Inszenierungen des Faschismus.

Dass diese Ähnlichkeiten auch dann wirksam werden, wenn Musiker das überhaupt nicht möchten, erlebte die damals sehr wichtige deutsche Band BAP in den achtziger Jahren mit ihrem Lied „Kristalnaach“.

Inhaltlich ist das Lied in Erinnerung an die antijüdischen Novemberpogrome 1938 eine Auseinandersetzung mit einem erstarkenden Rechtsradikalismus. Musikalisch aber ist es, abgesehen von ein paar sehr düsteren Tönen ganz zu Beginn, ein typisches, durchaus auch klischeehaftes Abtanzstück: Ein langsamer Beginn steigert sich, und dann explodiert das Lied im treibenden Rhythmus.

Bei Konzerten wurde das ein wenig peinlich, weil das wohlwollende Publikum ganz den eingeübten Mustern der Musik entsprechend tanzte, hopste, rhythmisch mitklatschte und „KristallnaachKristallnaach“ schrie. So bat die Band dann bei Auftritten denn auch darum, das doch bitte angesichts des Themas zu unterlassen – was natürlich wiederum seltsam war, weil die Musik offenkundig zum Mittanzen gemacht war.

So linkisch und unbeholfen der Umgang von BAP mit dem Lied denn auch wirkte – immerhin räumte die Gruppe offen ein, dass sie unübersehbar einen Widerspruch zwischen Form und Inhalt produziert hatte.

Eben dazu sind heute die Verteidiger Grönemeyers ums Verrecken nicht in der Lage. Was würde denn dagegen sprechen, dessen Ziel – eine Verteidigung einer humanen, offenen Gesellschaft gegen Rechtsradikalismus – zu unterstützen, aber zugleich einzuräumen, dass das Anheizen des Publikums, das Gebrüll und die Wortwahl die inhaltliche Absicht konterkarieren?

Von betonierter Unschuld und verrücktem Pack

Stattdessen erwecken gleich reihenweise Verteidiger Grönemeyers den falschen Eindruck, er werde lediglich dafür angegriffen, dass er rechte Politik kritisiert habe. Nicole Diekmann zum Beispiel, immerhin Korrespondentin des ZDF:

Im Spiegel tut Margarete Stokowski so, als würde Grönemeyer bloß kritisiert werden, weil er zu laut gewesen sei – was natürlich ein Vorwand wäre, um Kritik an rechter Politik zu verteufeln: „Die Debatte darüber entsteht, weil wir in einer Zeit leben, in der Menschen sich von so einer schlichten Aussage angegriffen fühlen.“

In der Zeit fragt Johannes Schneider unschuldig:

Wer aber könnte sich nun von einem flammenden Appell gegen Rassismus und Intoleranz angegriffen fühlen?

Ja, wer wohl, außer Rassisten und Intoleranten?

Im Vorspann zum Artikel wird es Problem herausgestellt, dass „die Deutschen Faschismus zuerst als Form und nicht als Inhalt begreifen“. Ganz insgeheim räumt das einen Widerspruch zwischen Inhalt und Form ein – stellt das aber nicht als Problem des Sängers, sondern als das seiner Kritiker an.

Im „Deutschlandfunk Kultur“ erklärt die Politik-Professorin Ulrike Guérot Grönemeyers Auftritt schlicht damit, dass er – wie sie – aus dem Rheinland komme: „Da sind die Menschen noch echt und authentisch und schreien sich auch schon mal an.“ So ist er halt, der Rheinländer – wenn die Politikwissenschaft das sagt, dann muss es ja stimmen.

Der Spiegel-Korrespondent Hasnain Kazim stellt die Menschen, die sich bei Grönemeyers Auftritt an Goebbels‘ Sportpalastrede erinnert fühlen, der Einfachheit halber gleich rundweg als „Pack“ hin, das blockiert gehöre – und verteidigt dann Grönemeyers Wortwahl.

Nun war Deutschland 1945 bekanntlich in einer anderen Situation als heute. Deutsche hatten gerade erst Europa und Länder außerhalb davon in einem irrwitzigen Krieg in Schutt und Asche gelegt und mit dem Massenmord an den europäischen Juden ein Menschheitsverbrechen begangen. Das Land war in jeder Hinsicht zerstört: in seiner Infrastruktur, seinem politischen System, aber natürlich auch in seiner moralischen Integrität. Es war auf Hilfe von außen angewiesen, und nicht nur auf Care-Pakete, sondern auch auf Hilfe und Lenkung beim politischen Neuaufbau.

Doch selbst im Hinblick auf diese Situation, die sich von der des heutigen Deutschland grundsätzlich unterscheidet, würden wir nicht jede Einwirkung von außen als gut und richtig ansehen – das sowjetische Diktat für den Osten des Landes wird heute jedenfalls nicht mehr allgemein als wohltuend betrachtet. Ohnehin hätten damals lediglich Nazis von einem amerikanischen „Diktat“ für Deutschland gesprochen, so wie sie vorher von einem „Versailler Diktat“ sprachen – der Begriff „diktieren“ passt nun einmal nicht in eine demokratische Politik, sondern in eine autoritäre.

Wenn der Spiegel-Korrespondent das heutige Deutschland umstandslos mit dem in jeder Hinsicht zerstörten Land von 1945 gleichsetzt und eine Politik des Diktats befürwortet, verkauft er also autoritäre Impulse als Dienst an der Demokratie.

Die komplette, flächendeckende Weigerung einzuräumen, dass die eigene Position problematische Aspekte haben könnte, verhindert eben die offene Debatte, die von den Verteidigern der offenen Gesellschaft doch angeblich angestrebt wird: keine Debatte mit Rechtsradikalen, sondern schlicht schon eine Debatte unter Demokraten, die sich in Teilfragen uneins sind.

Wenn sich Maas, Diekmann, Stokowski und co. als Verteidiger einer offenen Gesellschaft inszenieren,  agieren so so, als lebten sie in einer versimpelten Märchenwelt, in der die eigene Position immer so rein und unschuldig ist wie Schneewittchen und die der Kritiker verkommen wie die böse Stiefmutter (die zu allem Überfluss auch noch meist als alter weißer Mann imaginiert wird). Den Kritikern der eigenen Position gestehen sie nicht einmal zu, ihre Kritik überhaupt erst einmal zur Kenntnis zu nehmen, bevor sie dann empört abgelehnt wird.

Natascha Strobl, die in Österreich zur identitären Bewegung forscht, kanzelt solche Kritiker denn auch pauschal-herablassend als „7 Fascho-Accounts auf Twitter“ ab: Du bist ein Nazi, weil Du mich Nazi genannt hat. – Nein, Du bist ein Nazi, weil du mich Nazi genannt hast. – Nein, du…

Johannes Schneider schreibt über diese Kritiker denn auch:

„Vor allem aber sind es Leute, die Faschismus und Antifaschismus für ‚gleich schlimm‘ halten, respektive für die zwei sich nahenden Enden eines Hufeisens.“

Nun hatte von der tatsächlich bescheuerten Hufeisen-Theorie überhaupt niemand geredet, bevor Schneider darauf kam. Vor allem geht es der Kritik eben gerade nicht darum, Faschismus und Antifaschismus gleichzusetzen – sondern darum, dass von Gegnern des Faschismus natürlich etwas anderes erwartet werden muss als von Faschisten selbst. Das stellt Faschisten keinen Freibrief aus, sondern signalisiert lediglich, dass bei ihnen ohnehin niemand mit einem nennenswerten Beitrag zu einer humanen Gesellschaft rechnet – anders als bei ihren Gegnern.

Das heißt dann eben auch, dass es einem Menschen auffallen sollte, wenn er inhaltlich antifaschistische Statements liefert, sie aber in eine Form packt, die faschistische Muster kopiert. Er wird dadurch nicht zum Faschisten, produziert aber Widersprüche.

Es heißt vor allem auch, das Vertreter der offenen Gesellschaft zu einer Selbstkritik in der Lage sein müssen, mit der bei Faschisten ohnehin kein vernünftiger Mensch rechnen würde. Herrje – was ist denn eigentlich passiert, dass Antifaschisten sich heute allen Ernstes weinerlich-empört darüber beschweren, wenn von ihnen mehr erwartet wird als von Faschisten?

Toxische Deppenwörter und das Narrativ vom Narrativ

Ich habe mir schon seit einer ganzen Weile eine private Liste toxischer Deppenwörter zurechtgelegt: Begriffe, die so bescheuert sind, dass wir mit Fug und Recht den gesamten Text für idiotisch halten können, wenn sie unironisch in ihm auftauchen.

Dazu gehört zum Beispiel der Begriff „selbsternannt“ (ich weiß nicht, wie oft ich schon den Quatsch-Begriff „selbsternannte Männerrechtler“ gelesen habe – als ob es ein Amt für die ordnungsgemäße Ernennung zum staatlich geprüften Männerrechtler gäbe).

Dazu gehört auch der Begriff „angedacht“ (etwas sei angedacht – nicht im Sinne von Andenken, sondern im Sinne von „Ich habe da mal angefangen zu denken, dann aber ziemlich schnell die Lust verloren“).

Ganz ähnlich ist die Formulierung „auf den Weg gebracht“ (im Sinne von „Ich habe da mit etwas angefangen, dessen Konsequenzen ich mir nicht so richtig überlegt habe, was aber auch egal ist, weil jetzt sowieso andere dafür verantwortlich sind“).

Regelrecht unangenehm ist mir der Begriff „Stellschrauben“ oder „an Stellschrauben drehen“, wenn er metaphorisch gebraucht wird (im Sinne von „Ich habe zwar nicht die geringste Ahnung davon, wie das alles hier gerade funktioniert, aber lass uns einfach mal an der Kurbel da vorne drehen“).

Der Begriff „Framing“ wiederum war eigentlich einmal sehr nützlich, gehört aber spätestens seit Elisabeth Wehlings „Framing-Manual“ für die ARD mit auf die Liste (im Sinne von „Wenn jemand etwas anderes denkt als ich, kann das nicht mit rechten Dingen zugehen, sondern muss auf irgendwelchen Manipulationen beruhen“).

Ganz ähnlich gilt das denn auch für den Begriff „Narrativ“, den ich gleich mehrfach im Zusammenhang mit Grönemeyer gelesen habe. Er wird heute routiniert als Warnung gebraucht, dass auf gar keinen Fall das Narrativ des Gegners unterstützt werden dürfe.

So klischeehaft-selbstverständlich der Begriff heute auch daherkommt, so fatal ist er, zumindest außerhalb der Erzähltextanalyse. Er entstammt einer bestenfalls viertelverdauten Rezeption postmoderner Theorien und macht klar, dass wir uns gar nicht auf eine gemeinsame Welt beziehen können, sondern dass wir lediglich verschiedene Erzählungen hätten, in denen die Welt irgendwie vorkommt bzw. konstruiert werde – eben „Narrative“.

Da wir keine gemeinsame Welt hätten, an der wir gemeinsam die Funktionalität dieser Erzählungen überprüfen können, und an der wir unsere Erzählungen ändern, kombinieren und sich gegenseitig beeinflussen lassen können – daher stehen sich in dieser Vorstellung lediglich ein paar feindliche, sich gegenseitig ausschließende „Narrative“ gegenüber.

Alles, was wir dann tun können, ist, dafür zu sorgen, dass das richtige Narrativ sich durchsetzt, das natürlich zufällig immer gerade unseres ist. Wir müssen es hingegen unbedingt vermeiden, dem Narrativ des Feindes zuzuarbeiten.

Unterschiede lassen sich hier nicht durch unterschiedliche Perspektiven auf eine gemeinsame Welt erklären, sondern werden zwangsläufig moralisierend begründet: Der andere sieht etwas anders als ich, weil es ihm an gutem Willen fehlt. Und da das gemeinsame Interesse fehle, sich trotz aller Unterschiede in einer gemeinsamen Welt wirklichkeitsgerecht zu verhalten, hat es denn auch überhaupt keinen Sinn, die eigene Perspektive zu kritisieren, auf Fehler hin zu überprüfen und dafür womöglich gar die Perspektive der anderen zu nutzen.

Wie feindselig dann eben nicht nur Menschen von ganz rechts, sondern auch von links werden, habe ich nach einem Kommentar zu Grönemeyer bemerkt. Ich hatte bei Twitter am Beispiel von Nicole Diekmann gar nicht einmal Grönemeyer direkt, sondern die Unfähigkeit zur Selbstkritik kritisiert. Das wurde dann von einem User so rezipiert:

7fasch tweet 3

Es ist nicht schlimm, hat keine Folgen für mich – aber es ist ein kleines Beispiel für die Enthemmung, die auf den Mangel an Selbstkritik ebenso folgt wie auf die Weigerung, dem Gegner irgendeine gute Absicht zu unterstellen. Ein Wüten gegen „Vollidioten“ und „Spasten“, dazu „liberal“, „aufgeklärt“ und „rational“ als Schimpfwörter: Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass das kein Dienst an einer humanen und offenen Gesellschaft ist?

Höcke oder Kalbitz wären noch vor wenigen Jahren einfach Politiker irgendeiner rechten Kleinstpartei mit Stimmen im Promillebereich gewesen. Wenn sie heute landes-, irgendwie sogar bundespolitische Bedeutung bekommen haben, dann müssen ihre Gegner etwas falsch gemacht haben. Wer sich fragt, welches die Fehler sind, mit denen die AfD stark gemacht wird – der findet bei der Posse um Grönemeyer einen guten Anfang.

 

 

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