In der taz ist ein Interview mit Jack Matlock, dem ehemaligen US-Botschafter in Moskau erschienen.

Osteuropa-nvft5214 Dieses Interview ist m. E. ein bemerkenswertes Beispiel dafür, dass noch nicht alle außenpolitische Vernunft verloren gegangen ist.

Deshalb sollte seine Stimme Gehör finden, und nicht die jener Personen, die reflexhaft in Bewertungs- und Verhaltensschemata des Kalten Krieges zurückfallen. Diese allen wohlbekannten Leute sind es, die zu besonderer Besorgnis Anlass geben, weil ihnen ein ebenso besonnenes wie selbstkritisches und realistisches Urteil kaum noch zuzutrauen ist.

Das Ziel der europäischen Politik muss es sein, den Frieden auf jeden Fall zu sichern. Russland soll nicht ausgeschlossen, sondern in westliche Strukturen einbezogen werden. In den letzten 20 Jahren, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, hat es der Westen versäumt, dies zu tun. Aber für eine Politik des Friedens und guter Beziehungen ist es nie zu spät.

„Das ist ein Familienstreit“ - Interview mit Jack Matlock

 

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Kommentare  

0 # Imre Majstorovic 2018-08-24 18:41
Wurde mein Kommentar etwa gelöscht?


Wie dem auch sei. Dies war mein Kommentar:

Russland hat die Krim nicht besetzt und anschließend annektiert, sondern durch einen völkerrechtlich illegalen Militäreingriff einen von der Mehrheit der Bevölkerung getragenen, einseitigen Sezessionsakt des autonomen Staatsteils Krim von der zur betreffenden Zeit aufgrund eines - mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit geheimdienstlich von den USA initiierten und gesteuerten - Putsches im Bürgerkriegszustand befindlichen Ukraine ermöglicht und darauffolgend das Sezessionsgebiet kraft demokratischer Legitimation eines von der Majorität der Wahlbevölkerung in einem Plebiszit zum Ausdruck gebrachten authentischen Votums und unter Bezugnahme auf den universell gültigen und dem Grundsatz der Territorialintegrität gleichrangigen Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts der Völker in seinen Staatsverband aufgenommen.
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