Geschichte

In Waisenhäusern und Erziehungsanstalten wurden Kinder und Jugendliche ab dem 19. Jahrhundert außerhalb von Familien erzogen. In Waisenhäusern betreuten vor allem Ordensschwestern unter der Leitung von Pfarrern die Kinder. In staatlichen Heimen wurden häufig Kinder und Jugendliche untergebracht, die “auffällig” geworden waren. In Erziehungsanstalten sollten sie zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft erzogen werden.

Die seelischen Schäden, die Kinder durch die Fremdunterbringung erwarben, sind als “Hospitalismus” bekannt. Die Missstände in den Heimen werden seit einigen Jahren aufgearbeitet. In der Gesellschaft galt es als Makel, “im Heim” gewesen zu sein.

Eine pädagogische Ausbildung des Personals in Heimen war damals nicht üblich. Erst ab den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts setzte sich durch, dass Erzieher pädagogisch ausgebildet sein sollten.

 

Weiterlesen...

Über die Freiheit der Justiz und die Selbstbestimmung des Menschen.

Das kürzlich gefällte und rechtskräftige sogenannte „Beschneidungsurteil“ des Landgerichts Köln hat öffentlich hohe Wellen geschlagen. Auch Aussenminister Westerwelle meinte, sich kritisch dazu äußern zu müssen, mit Hinweis auf die „Weltoffenheit“ Deutschlands. Dabei übersah er wohl die Unabhängigkeit der deutschen Justiz. Hoffentlich wird diese jetzt nicht aus falscher politischer Rücksichtnahme bedroht. Das wäre eine schlimme Folge der aktuellen Debatte.

 

Weiterlesen...

Wie selbstverständlich wird in der Gesetzgebung und in der Arbeitswelt von „gleicher Qualifikation“ gesprochen. Bei Bewerbungen um Arbeitsplätze orientiert man sich an der Satzung „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen bevorzugt“. Diese Satzung spielt eine wichtige Rolle in der Beschäftigungspolititk. Sie ist ein wichtiges Instrument, mit dessen Hilfe Frauen auf bestimmte Positionen gehievt werden. Doch kann es „gleiche Qualifikation“ überhaupt geben? Wenn ja, in welchen Berufen? Wie lässt sich Qualifikation bestimmen oder gar messen? Schauen wir uns einige Berufe an!

 

Weiterlesen...

Wie der Standort Deutschland einer Ideologie geopfert wird.

Frauenförderung 2000 – 2010

In den letzten Jahren hat die deutsche Wirtschaft für die Frauenförderung Einiges getan. Die hierzu notwendigen Anstrengungen wurden seit dem Jahr 2001 weiter intensiviert. Hierbei hat sich die deutsche Wirtschaft am eigentlichen Zweck einer privaten und unternehmerisch geführten Unternehmung, nämlich der Erwirtschaftung von Gewinn, der Sicherung von Arbeitsplätzen, und des Standortes Deutschland unter immer schwieriger werdenden wirtschaftlichen und internationalen Rahmenbedingungen orientiert.

 

Weiterlesen...


In westlichen Regierungen wie auch in internationalen Organisationen hat sich zusehends ein Staatsfeminismus institutionalisiert, dessen Basis die abstrakte Vorstellung eines „Patriarchats“ bildet. Doch sowohl in theoretischer wie auch empirischer Hinsicht ist die These des „Patriarchats“ nicht haltbar.

Kampf dem Patriarchat - Kampf einem Phantom

1. Die allgemeine These der Frauendiskriminierung durch das „Patriarchat“

Die konkreten frauenpolitischen Konzepte der Gegenwart enthalten eine Weltsicht, in der die Frauen als Opfer innerhalb des umfassenden, aber nicht näher theoretisch gefassten oder erklärten Systems des „Patriarchats“ von den Männern beherrscht und diskriminiert werden. Wegen der vermeintlichen Allgemeingültigkeit dieser Hintergrundaussage scheint es dann auch kaum noch notwendig zu sein, die realen Verhältnisse konkret, empirisch, differenziert und ergebnisoffen zu untersuchen.

 

Weiterlesen...

Warum die neuerdings wieder forcierte Debatte um die angebliche Dringlichkeit eines höheren Frauenanteils in Aufsichtsräten, Vorstandsgremien oder sonst wo an den tatsächlichen Problemen unserer Lebens- und Arbeitsrealität völlig vorbeigeht

frau sucht etwas 86tholjo

Noch nie waren sie so wertvoll wie heute. Alle Welt möchte Frauen - vor allem in den Aufsichtsräten und Vorstandsetagen der Nation. Warum sie da nicht längst schon sitzen, die Angehörigen des besseren Geschlechts? Weil die Männer lieber unter sich sind und Frauen wegbeißen, die Anstoß an ihren schlechten Manieren nehmen könnten? Weshalb wir uns regelmäßig die Frisur an der "gläsernen Decke" ruinieren, an die wir stoßen, wenn wir nach oben wollen?

 

Weiterlesen...

Vortrag an der Ohm Hochschule Nürnberg (30. April 2012)

„Jeder von uns muss noch ein bisschen was dazu lernen“ hat Helmut Schmidt einmal gesagt. Das gilt auch für mich. Gern lasse ich mich durch gute Argumente in der Sache eines Besseren belehren. „Die Gedanken sind frei“. Das sind Worte aus einem alten Volkslied, welches ich als Schülerin lernte. Dieser Satz hat mir so gut gefallen, dass ich ihn nie vergessen habe. Er ist quasi mein Lebensmotto geworden. Im Sinne dieser gedanklichen Freiheit habe ich Denkverbote für mich stets ausgeschlossen.

 

Weiterlesen...