An schwedischen Schulen wird zunehmend eine geschlechtsneutrale Politik vorangetrieben. Unter anderem gehört hierzu die Verwendung einer geschlechtsneutralen Bezeichnung – „hen“ (es) statt „han“ und „hon“ (er und sie). Nun schlagen einige Schweden zurück.

Schweden trägt den langanhaltenden Ruf, ein egalitäres Land mit nur geringen Unterschieden zwischen den Geschlechtern zu sein. Doch eine nationale Debatte über Gleichberechtigung – insbesondere jene, wie sie sich in den Schulen abspielt – hat eine beträchtliche Unzufriedenheit einiger Schweden offenbart, deren Meinung nach man zu weit gegangen sei.

 

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17. Mai 2012

Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar - Monika Ebeling - wurde aus ihrem Amt entlassen, weil sie wider dem Geschmack ihrer Gegner zu sehr das getan hatte, was eigentlich als ihr gesetzlicher Auftrag zu gelten hätte: Nämlich sich für die Gleichstellung von Männern und Frauen einzusetzen.

Kurzum: Sie setzte sich auch für Männer und Jungen ein. Jene, die unter "Gleichstellung" lediglich Frauenbelange subsumierten, sorgten dafür, dass Monika Ebeling gehen musste. Nun aber wurde gegen mehrere Angehörige der Goslarer Grünen hinsichtlich unwahrer Bahauptungen bezüglich Monika Ebeling eine Unterlassungserklärung erwirkt - "Gleichstellende Gerechtigkeit" heißt es dazu von einem Leser in Frau Ebelings Blog.

 

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Deutsche Richter und die Gleichheit der Geschlechter vor dem Gesetz


Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Hannah Arendt wird zugeschrieben, im Zusammenhang mit der Frage, wie der Nationalsozialismus möglich gewesen ist, von der Trivialität des Bösen, der Faschisierung in kleinen Schritten gesprochen zu haben. Gemeint hat sie damit wohl die stetige und inkrementelle Aufweichung gesellschaftlicher Grundlagen, bis schließlich der Boden für eine andere Gesellschaft bereitet ist. Trivialität des Bösen beschreibt “Normalitäten” für diejenigen, die die Trivialitäten begehen. Sie merken nicht, wie abweichend von einer bestimmten Norm sie sich verhalten, die entsprechende Norm ist einfach nicht mehr in ihrem Radar. So scheint Verfassungstreue nur noch im Radar der wenigsten Richter zu finden zu sein.

 

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(* Gründer des Instituts für Geschlechter und Generationenforschung der Universität Bremen)

Wer allen Ernstes glaubt, dass die Fortsetzung der Frauenbewegung der institutionalisierte Feminismus gewesen sei, der muss nicht minder verwegen behaupten, dass die kommunistischen Zirkel der 70er Jahre die Weiterentwicklung der 68er Bewegung gewesen seien. Beide sind vielmehr Auflösungserscheinungen der damaligen Studentenbewegung. Was feministische und kommunistische Zirkelbildung im Kern unterschied, war die aufklärerische Überzeugung der 68er, dass Männer und Frauen unbesehen ihrer sozialen Klassenzugehörigkeit individuell und zugleich gemeinsam ihr Konflikte lösen können.

 

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7. Mai 2012 – Kai Rogusch über die aus freiheitlicher und rechtsstaatlicher Sicht verhängnisvolle Gleichsetzung zweier Konzepte.

Zuerst erschienen in NovoArgumente 110/111 (1–4 2011)

Wer das Verhältnis zwischen Gleichberechtigung, Gleichstellung und menschlicher Freiheit erschließen möchte, stößt auf ein facettenreiches Thema. Zuletzt war beispielsweise die Frauenquote in einer doch so traditionsbewussten und konservativen Partei wie der CSU Anlass für Auseinandersetzungen zwischen fitten Mädels aus der bayerischen Jungen Union, die sich selbstbewusst genug gaben, die Männer auf dem Weg nach oben in die Tasche stecken zu wollen, und Frauen-Fraktionen, die ihre mittlerweile angeblich ernüchternden Erfahrungen angesichts bornierter Männerbünde zum Besten gaben.

 

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Entideologisierung des Gender Pay Gaps


Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Seit Jahren finden es die Betreiber von Sciencefiles.org immer wieder erstaunlich, dass ungleiche Verteilungen, wie sie z.B. zwischen den Einkommen von Männern und Frauen bestehen, als Beleg für Diskriminierung bewertet werden, und zwar von zumeist denselben Personen, die nie auf die Idee kämen, z.B. das schlechtere schulische Abschneiden von Jungen, den höheren Frauenanteil (rund 65%) im Bundesministerium für alles (außer Männer) oder den gemessen an ihrem Anteil in der Bevölkerung geringeren Anteil von Kindern aus Arbeiterfamilien auf Gymnasien und Universitäten als Ergebnis von Diskriminierung anzusehen.

 

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Die Forderung nach Verbot eines Vortrags über Männerdiskriminierung mündet in eine konstruktive Debatte.

Der AstA der Nürnberger Georg-Simon-Ohm-Hochschule ließ die Alarmsirenen schrillen. "Schockiert" habe man dort erfahren, heißt es in seinem auch online gestellten offenen Brief, dass die ehemalige Goslarer Gleichstellungsbeauftragte Monika Ebeling an der Fakultät der Sozialwissenschaften einen Vortrag zum Thema "Können Jungen und Männer in unserer Gesellschaft benachteiligt werden?" halten solle. (Ebeling hatte 2011 ihr Amt als Gleichstellungsbeauftragte verloren, weil sie sich auch für Jungen und Männer einzusetzen begann).

 

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