Der Sozialpädagogin, Eheberaterin und Publizistin Dr. Barbara Kiesling, deren Beiträge in Zeitschriften wie "Psychologie heute" erscheinen, ist mit ihrem Buch "Sie küssen und sie schlagen sich" eine Analyse zum Thema häuslicher Gewalt gelungen, die über das bekannte Modell vom Täter Mann und Opfer Frau deutlich hinausgeht. Trotz erheblichen Zeitdrucks ließ sich Barbara Kiesling dankenswerterweise schnell zu einem Interview für Cuncti bewegen, sobald ich ihr eine erste Auswahl meiner Fragen zugeschickt hatte: "Ich bin so froh, dass es jemanden gibt, der solche Fragen stellt."

 

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Das folgende Interview mit dem Anti-Gewalt-Berater und -Pädagogen Burkhard Oelemann hatte ich bereits geführt, bevor das Thema häusliche Gewalt durch seine skandalöse Behandlung durch die Zeitschrift Chrismon noch einmal besonders aktuell wurde. Deshalb habe ich Burkhard Oelemann nicht eigens dazu befragt (er fand meine Analyse der Chrismon-Artikel allerdings "sehr, sehr gut", was nahelegt, dass er sich ihr inhaltlich anschließt). Stattdessen dreht sich das folgende Interview allgemeiner um die Dämonisierung von Männern, die Verleugnung der Gewalt von Täterinnen und andere damit zusammenhängende Themen.

 

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Wie das Magazin "Chrismon" Gewaltopfer verhöhnt (und zur Gewaltspirale beiträgt)

Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Männerrechtsbewegung beharrlich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass hunderten von internationalen Untersuchungen zufolge häusliche Gewalt zu mindestens dem gleichen Ausmaß von Frauen ausgeht wie von Männern. Die bisher von Ideologinnen gefahrene Strategie, so zu tun, als ob häusliche Gewalt "Männergewalt" wäre (und damit ein Zeichen "patriarchaler Unterdrückung der Frau in unserer Gesellschaft insgesamt"), lässt sich deshalb immer schwerer aufrechterhalten.

 

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Für meinen heutigen Beitrag habe ich den bekannten Polit-Blogger Stefan Sasse interviewt, der seit Jahren zur Sympathisantenszene der Männerbewegung gehört.

Arne Hoffmann: Stefan, obwohl du mittlerweile zu den wohl meistgelesenen Bloggern unseres Landes gehörst, wird dich vielleicht nicht jeder Männerrechtler kennen. Könntest du dich und deine Arbeit erst einmal kurz vorstellen?

Stefan Sasse: Ich blogge seit 2006 auf dem Oeffinger Freidenker und seit 2010 auf dem Geschichtsblog. Seit 2011 gehöre ich außerdem der Redaktion des Spiegelfechter an.

 

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Die internationale Occupy-Bewegung richtet sich vorrangig gegen soziale und wirtschaftliche Ungleichheit. An ihren Aktionen finden aber auch die unterschiedlichsten anderen Bürgerrechts- und Graswurzelaktivisten Anschluss. Gemeinsam ist ihnen ihr Protest gegen ein als unterdrückerisch empfundenes, aber mit den Machtstrukturen der Gesellschaft fest vernetztes System. Occupy Germany beschreibt sich selbst als eine vor allem über das Internet verbundene Bewegung ohne Hierarchien oder Anführer – das verbindende Element stellte der Wille dar, über grundlegende Probleme im wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen System zu informieren und zu diskutieren. Occupy Germany wolle aufklärerisch tätig werden, nach Lösungsansätzen suchen und "durch den Druck der Masse der Bevölkerung" auf Veränderungen hinwirken. Nach dieser Selbstdarstellung liegt die Frage auf der Hand, ob linke Männerrechtler und Kritiker des gegenwärtigen Feminismus nicht guten Grund hätten, mit ihrem Protest und ihrem Widerstand gegen die herrschenden Strukturen ein Teil der Occupy-Bewegung zu sein?

 

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Christian Schmidt ist seit Mai 2010 der Betreiber des Blogs "Alles Evolution", der sich mit Geschlechterunterschieden, Evolutionsbiologie, der Männerbewegung und Pickup beschäftigt. Damit ist er einer der wohl meistgelesenen Blogger dieser Bewegung und gibt auch immer wieder Anstöße zu Diskussionen über ihr Auftreten und ihre Themen.

Arne Hoffmann: Christian, wie bist du zum Bloggen gekommen?

Christian Schmidt: Durch eine Verbindung von Büchern, bei der Biologie der Geschlechter erst über Bücher wie "Männer sind anders, Frauen auch"; bei der Männerbewegung war es "Frauen und Kinder zuerst" von Paul-Hermann Gruner.

 

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Das Bundesministerium für FSFJ hat einen freiwillig verpflichtenden Stufenplan erstellt, dem sich Unternehmen erst unterordnen dürfen, dann unterordnen müssen, Ziel: “Mehr Frauen – mehr Vielfalt in Führungspositionen”. Eine Initiative, “Frauen in die Aufsichtsräte”, FidAR e.V., die in Berlin ansässig ist und die vom BMFSFJ finanziert wird, hat nichts anderes zum Ziel, als den Frauenanteil in Aufsichtsräten zu erhöhen, und zwar deshalb: “Die ausgewogene Vertretung von Frauen in den Führungspositionen der Wirtschaft ist nicht nur ein Gebot der Gleichstellung, sondern vielmehr ein Gebot guter Unternehmensführung. Wissenschaftliche Studien [meine Hervorhebung] belegen, dass Diversität in den Aufsichtsgremien, d.h. insbesondere die sichtbare Präsenz einer kritischen Masse von Frauen, ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg ist. Sie führt zu einer differenzierten Diskussion, einer risikobewussteren Entscheidungsfindung und einer besseren Unternehmenskontrolle.”

 

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