Interview mit Gerd Riedmeier (Vorsitzender Forum Soziale Inklusion) 

Vernachlässigt Familienministerin Manuela Schwesig bei ihrer Politik die Männer? Diese Vorwürfe wurden in den letzten Jahren lauter. Zwar ist der Ministerin auch ein Bundesforum Männer unterstellt, aber dieses, urteilen Kritiker, ist männerpolitisch nahezu untätig.

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Wie Medien von der Frankfurter Allgemeinen bis zur Berliner "taz" berichteten, haben mehrere geschlechterpolitische Initiativen gegen den Vorsitzenden dieses Bundesforums Strafanzeige gestellt. Cuncti interviewt dazu Gerd Riedmeier, den Vorsitzenden eines dieser Verbände.

 

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Liebe Journalisten,

in aller Regel nehme ich von anderen Menschen zunächst das Beste an, bis mir das Gegenteil bewiesen wird. Aber ihr macht es einem wirklich nicht leicht.

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Ich kann mir gerade eben noch vorstellen, dass das Weglassen der einen oder anderen relevanten Information aus Unwissenheit geschieht. Etwa in einem Artikel über männliche Unterhaltspreller nicht darauf hinzuweisen, dass von den unterhaltspflichtigen Frauen sechsmal so viele ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Oder darüber zu schwadronieren, Armut sei weiblich, und dabei die neunzig Prozent Obdachlosen zu ignorieren, die nun mal männlich sind.

 

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Vor drei Jahren berichtete ich über die Schwierigkeiten, mit denen der polnische Regisseur Krzysztof Zanussi bei der Realisierung seines feminismuskritischen Films "Fremder Körper" (poln. "Obce Cialo", engl. "Foreign Body") kämpfen musste.

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Zanussi konnte seine Filme im kommunistischen Polen trotz zensuralen Drucks realisieren. Doch was die Kommunisten nicht vollbrachten, wäre beinahe einer feministischen Lobby gelungen. Sie verhinderte zeitlang die Finanzierung des oben genannten Films. Doch schließlich wurde der Film nach langen Querelen produziert und im Jahre 2014 in mehreren Ländern gezeigt.

 

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Which is less pleasant: being envied or envying yourself? Envy is an intense feeling, it can consume one's soul and destroy the envied person's enjoyment of the object in question. However, envy is also part of life and it is worth to not only point it out but to furthermore investigate, which significance it can obtain in societies. That is, in its positive sense as well, as to allow envy to become a progressive force.

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In this essay, I want to show one example in which way envy can be dynamic by turning it into ambition, fantasy and persistence. Through the example of gender studies, on the other hand, we are going to explore the paralysing potential of envy. It can befall individual people or entire groups and then pushes them into an isolated envious fixation. In this case, nagging envy leads to a hostile self-centredness, which alienates the individual and the collective alike from society.

 

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The quota system is superficially portrayed as a debate about fairness. It is presumed that women are discriminated against by men. The evidence for this presumption of unequal treatment is women's apparent underrepresentation in the labour market. The quota system is being advocated at a time of an increasing scarcity of qualified employees due to demographic shifts, and women are thus, and by all means, to be integrated into employment.

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Today, coercion seems to be the choice for politicians as suitably qualified women are increasingly reluctant to enter the job market on a long-term basis. Without doubt, these women have higher entry requirements than the 'simple housewives' in the 1950s, in times of a great economic backlog. [ii]

 

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Was ist unerfreulicher? Beneidet zu werden oder selber ein Neider zu sein? Da Neid ein heftiges Gefühl ist, kann es die Seele des Neiders auffressen und dem Beneideten den Spaß am Gegenstand des Neids vergällen. Aber Neid gehört zum Leben dazu und es lohnt sich, diesen nicht nur zu benennen, sondern auch zu fragen, welche Bedeutung er in Gesellschaften annehmen kann. Und zwar auch im guten Sinne, sodass aus dem Neid eine vorwärtstreibende Kraft wird.

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An einem Ereignis soll skizziert werden, wie Neid förderlich sein kann, wenn er in Strebsamkeit, Phantasie und Durchhaltevermögen verwandelt wird. Am Beispiel der Gender Studies hingegen soll das lähmende Potential von Neid untersucht werden. Es breitet sich dann aus, wenn es Personen oder ganze Gruppen befällt und diese in eine isolierende Neidfixierung abdrängt. Dann führt nagender Neid zu feindseliger Selbstbezogenheit, die sowohl den einzelnen als auch die kollektiven Neider erfasst und sie der Gesellschaft entfremdet.

 

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Während allenthalben von der Benachteiligung von Frauen gesprochen wird, kommt das Thema der Benachteiligung von Jungen in den Schulen zu kurz, meint Pädagogik-Professor Wolfgang Tischner. Heute gelten Mädchen als „Standardmodell des guten Schülers."

Interview mit Professor Wolfgang Tischner

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Cuncti: Herr Professor Tischner, soweit ich Simone de Beauvoir und ihr Buch "Das andere Geschlecht" in Erinnerung habe, widmete sie sich in nicht unweiten Teilen auch den nüchternen biologischen und physiologischen Gegebenheiten der Geschlechter. Mir blieb der Eindruck, dass de Beauvoir die Bedeutung kultureller Einflüsse zwar hervorhob, aber jene der Biologie keineswegs leugnete. Wieviel Natur und wieviel Kultur macht unser Geschlecht denn nun aus?

 

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