Das Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) ist zunehmend ins Kreuzfeuer der öffentlichen wie auch fachlichen Kritik geraten. Auslöser der Kritik waren verschiedene Berichte über den enormen Anstieg der letzten Jahre in der Diagnosestellung und medikamentösen Behandlung von ADHS.

Familienpolitisch ist die Diskussion hoch aktuell: einige Fachleute und Verbände sehen die Entwicklung als Ergebnis einer falschen Pädagogik und Erziehung, denn gerade Trennungsfamilien sind stark betroffen.

ADHS-Diagnose boomt

Die Zahlen sind alarmierend: Die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie (DGSP, der größte berufsübergreifende unabhängige Fachverband in der Psychiatrie) wies dieses Frühjahr in der Broschüre „Eine Generation wird krankgeschrieben“(1) darauf hin, dass die Verordnung des ADHS-Medikaments Methylphenidat (bekannt unter dem Markennamen „Ritalin“) um mehr als das Fünfzigfache zwischen 1993 und 2011 gestiegen ist. Alleine zwischen 2006 und 2011 ist laut BARMER GEK Ärztereport 2013(2), der auf die Daten von 8 Millionen Versicherten basiert, die Diagnoserate für ADHS um 49%, die Methylphenidat-Verordnungsraten um 39% gestiegen.

 

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Anne Applebaum, die durch ihre Studie über den Gulag in Deutschland erstmals einem größeren Publikum bekannt wurde, geht in ihrem neuen Buch der Frage nach, wie es den Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg gelingen konnte, „die so unterschiedlichen Nationen Osteuropas in eine ideologisch und politisch homogene Region umzuformen“, aus „Gegnern und Verbündeten Hitlers ... ein Ensemble scheinbar identischer Staaten“ zu schaffen.

Dafür hat Applebaum nicht nur in 25 Archiven recherchiert, sondern auch an die hundert Zeitzeugen befragt. Daraus entstand eine ungewöhnlich lebendige, detailreiche Studie, die viele vergessene historische Ereignisse ins europäische Gedächtnis zurückholt.

 

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In den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erkannten linke amerikanische Studenten, dass Sprache eines der mächtigsten Werkzeuge darstellt und dass es möglich wäre, durch das Aufstellen von Sprachvorschriften das Bewusstsein der Menschen langfristig zu manipulieren und in Folge dessen Veränderungen in der sozialen Realität zu erwirken.

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Das war die Geburtsstunde der political correctness. Von Anfang an zielte das Konzept auf die sprachliche Einbeziehung und den Schutz von Minderheiten. Es ging um Antidiskriminierung, indem bestimmte Ausdrücke tabuisiert und andere an deren Stelle favorisiert wurden. Die Funktion der political correctness war und blieb dabei nichts anderes als Zensur: eine autoritäre Entscheidung darüber, in welcher Weise öffentlich über Themen gesprochen werden darf.

 

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Wer es wagt, eine zur gesellschaftlichen Doktrin erhobene Weltanschauung öffentlichkeitswirksam zu kritisieren, muss mit starkem Gegenwind rechnen.

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Zielt die Kritik auf eine der erfolgreichsten Missionsbewegungen des 20. Jahrhunderts, ist besonderer Mut gefragt. Schnell gelangt der freie Diskurs an seine Grenzen und der Kritiker in die Defensive.

 

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Wir alle haben es längst internalisiert: Frauen sind das diskriminierte, das benachteiligte, das unterdrückte Geschlecht.

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In der Berufswelt, in der Familie, in der Partnerschaft und nicht zuletzt in der Sprache: Frauen sind das Opfer patriarchaler Strukturen. Seit bald zwei Generationen wird die Öffentlichkeit mit diesem Dogma bearbeitet.

 

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Zum 100. Geburtstag von Albert Camus

In Camus´ Roman „Die Pest“ kommt dieser seltsame Typ vor, Grand, der ein Buch schreiben möchte. Aber eins, das vollkommen ist.

Er erklärt dem Doktor Rieux:„«Sehen Sie, Herr Doktor, was ich will ist folgendes: am Tag, da das Manuskript zum Verleger kommt, soll der nach dem Lesen aufstehen und zu seinen Mitarbeitern sagen: <Hut ab, meine Herren!>» Diese unverhoffte Erklärung überraschte Rieux. Es war ihm, als mache sein Begleiter die Gebärde des Hutabnehmens: er hob die Hand zum Kopf und streckte dann den Arm waagrecht aus. [...]

 

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Für freie Menschen und eine Gesellschaft freier Menschen im 21. Jahrhundert

31. Oktober 2013

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Wir haben Glück, heute zu leben. Noch nie standen so vielen Menschen so viele Möglichkeiten offen. Wir sind mobiler, gesünder, wohlhabender, gebildeter, technologisch fortgeschrittener und in vielerlei Hinsicht freier in unserer persönlichen Lebensgestaltung als je zuvor. Grund genug, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

 

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