Politik fordert: Arbeiterkinder in die Hochschulen!

Taxifahrer oder Ingenieur?

Angesichts des herrschenden neoliberalen Zeitgeists, der nicht nur rechts von der Mitte weht, ist in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 13. 06. 2012 ein Artikel erschienen, der bemerkenswert ist und der wie folgt betitelt und eingeleitet wird:

„Arbeiterkinder in die Hochschulen - Wo die Eltern nicht zum Studium ermutigen, sollen die Studenten übernehmen / Uni und HAWK starten Projekte.

 

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Eine Satire der Satire.

Sigmund Freud

Die Kommentare der „taz“ sind eigentlich immer doppelbödig. Der unvoreingenommene Leser glaubt jedesmal eine Satire zu lesen. Aber vielleicht meinen die „taz“-Kommentatoren ihre Texte ernst? Zur Zeit feiert die stereotype Masche linker Argumentation fröhliche Urständ, in Kommentaren ebenso wie in der Berichterstattung. Die „taz“ hat wieder einmal zugeschlagen. Nehmen wir an, es handelt sich um eine Satire.

 

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Fehlt es etwa den Piraten und den jungen Eltern? Was haben der Streit um das Urheberrecht und der Streit um das Betreuungsgeld gemeinsam? Und was hat das alles mit facebook zu tun?

Bei der Diskussion um das Copyright wird - im ‚Spiegel’ - ein bekennender Urheber gefragt, ob er nicht Verständnis für einen jungen Literaturfreund aufbringt, der unbedingt das neue Buch von Martin Walser lesen will, es sich aber nicht leisten kann. Warum soll er sich das Objekt der Begierde nicht kostenlos, wenn auch illegal runterladen? Kaufen oder Klauen? Das ist hier die Frage.

 

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- zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Deutschland ist bekanntlich ein schrumpfendes Land, gemessen an seiner Bevölkerungszahl. So sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahre 2010 677.947 Bürger zum deutschen Gemeinwesen hinzugekommen, gleichzeitig haben sich aber 858.768 ehemalige Steuerzahler in ihre letzte Ruhestätte begeben.

Im Jahre 2010 wurden somit 180.821 Deutsche weniger geboren als gestorben sind. Ebenfalls beim Statistischen Bundesamt findet sich eine Statistik von Frauen, die keine Kinder haben. Eine schnelle Prozentuierung der Daten zeigt, dass von den Frauen, die im Jahre 2009 zwischen 31 und 35 Jahre alt waren, 39,2% keine Kinder haben, von den Frauen, die im Jahre 2009 zwischen 36 und 40 Jahren alt waren, sind es 25%, in der Gruppe der 41 bis 45jährigen 20,6% und in der Gruppe der 46 bis 50jährigen 17,2%.

 

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- zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Derzeit ist es en vogue, sich vom Kapitalismus zu distanzieren. “Die Krise heißt Kapitalismus” titelt die “Gruppe soziale Kämpfe” deren Ziel darin besteht, Re-Kommunalisierung und Verstaatlichung durchzusetzen, also Sozialismus einzuführen.

Eine andere Sektion der so genannten “Occupy Bewegung” ist gar der Ansicht “Echte Demokratie – das geht nur ohne Kapitalismus” und ein weiterer Blick zeigt, dass  auch hier die “echte Demokratie” im Sozialismus und einer “radikalen Umverteilung des Reichtums” besteht. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass diejenigen, die heute nach dem Ende des Kapitalismus rufen, Profiteure des Kapitalismus sind, die – hätte die kapitalistische Wirtschaftsweise nicht über die letzten Jahrhunderte einen Reichtum geschaffen, der seines gleichen in der Menschheitsgeschichte sucht, vermutlich eher damit beschäftigt wären, ihren Lebensunterhalt zu sichern als sie es sind.

 

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Wenn Etiketten die Bewertung beeinflussen


Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Im deutschen politischen Diskurs ist es an der Tagesordnung, die Position des politischen Gegners oder den politischen Gegner gleich selbst als extremistisch oder populistisch zu bezeichnen. So schreibt die Badische Zeitung von der Rückkehr des “Populisten Guttenberg”, die Zeit weiß, dass Putin ein “nationaler Populist” ist, und Spiegel-Online kennt den Schweizer Populisten Christoph Blocher. Populismus werfen Lokalpolitiker von CDU und SPD in Grevenbroich dem “UWG-Vorsitzenden Carl Windler” vor, reiner Populismus ist in Goch am Werk, wo im Gemeinderat um die Erhebung von Elternbeiträgen für die Kindertagespflege gestritten wird, und selbst der Streit um die Westerhausener Turnhalle ist nicht davor gefeit, den Vorwurf reinen Populismus’ mit sich zu bringen. Der Zweck dieser Etikettierung von unliebsamen oder Gegenpositionen ist klar: Die entsprechenden Positionen sollen abgewertet, die Urteilsbildung von Beobachtern beeinflusst, gar manipuliert werden. Ob das klappt?

 

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Ein Volk der Extreme: Wie aus Nazis Linke wurden und aus Linken Nazis werden: Interview mit Professor Adorján Kovács, Arzt und Publizist

Alexander Ulfig: Sie arbeiten als Arzt und sind daneben auch als Publizist tätig. Ihre publizistischen Arbeiten kreisen fast alle um Deutschland. In Ihrem Buch „Deutsche Befindlichkeiten“ werfen Sie den Deutschen die Neigung zu Übertreibungen und Extremen vor. Ist diese Neigung wirklich eine typisch deutsche Charaktereigenschaft?

Adorján Kovács: Ob es überhaupt so etwas wie kollektive Eigenschaften gibt, ist ja umstritten. Ich meine aber auch nicht, wenn ich von „den“ Deutschen rede, tatsächlich jeden einzelnen; das ist doch eigentlich selbstverständlich. Dennoch wird jeder, der die Welt unvoreingenommen mit offenen Augen sieht, feststellen, dass es durchaus gewisse und auch typische Unterschiede zwischen vielen, selbstverständlich nicht sämtlichen Angehörigen verschiedener Völker gibt, wobei die Ursachen dafür zunächst einmal keine Rolle spielen sollen. Die Feststellung von unterschiedlichen Volkscharakteren ist eigentlich banal und natürlich an sich auch nichts Schlimmes. Nehmen wir zum Beispiel den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, der meinte, die Eigenschaft, die bei Juden besonders auffiele, sei ihre Intensität.

 

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