Von Dr. Alexander Ulfig   28. März 2012

Individualismus ist ein Standpunkt, dem zufolge der einzelne Mensch in seiner Einmaligkeit und Einzigartigkeit den höchsten Wert darstellt. Der Einzelne hat einen Vorrang vor der Gemeinschaft, der Gesellschaft oder dem Staat. Die Gemeinschaft soll nur die Rahmenbedingungen schaffen, unter denen der Einzelne sich entfalten und seine Ziele verwirklichen kann. Kurz: die Gemeinschaft soll dem Individuum dienen.

 

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Ein Kosmopolit ist jemand, der sich als Bürger der ganzen Welt versteht. Grenzen, sei es staatlicher oder nationaler Art, spielen für ihn keine wesentliche Rolle. Ein Kosmopolit fühlt sich überall zuhause. Seine Heimat ist die ganze Welt.

Formuliert wurde das Ideal des Weltbürgertums bereits in der Antike, am deutlichsten in der Philosophie der Stoa. Die Gesetze des Kosmos spiegeln sich im Leben des einzelnen Menschen wider. Und umgekehrt: Das Leben des Einzelnen spiegelt sich in der Struktur der Welt, des Kosmos, wider. Doch erst in der Zeit der Aufklärung fand das Ideal des Weltbürgertums Eingang in die politische Theorie. Entscheidend waren dabei auch die Ideale der Humanität und der Einheit der Menschheit. Ein Mensch wurde in erster Linie als Mensch und nicht als Repräsentant einer Nation oder eines Staates betrachtet.

 

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Von Michael Klein   26. März 2012
Zuerst veröffentlichet auf sciencefiles.org

“Soziale Gerechtigkeit” ist ein geflügelter Begriff. Soziale Gerechtigkeit ist positiv belegt. Es macht sich gut, soziale Gerechtigkeit zu fordern. Es gehört zum guten Ton, soziale Gerechtigkeit ganz oben auf der politischen oder eigenen Agenda zu verorten. So darf die Schuldenbremse, mit der staatliche Ausgaben reduziert werden sollen, nicht zu sozialer Ungerechtigkeit führen, Occupy-Aktivisten bewohnen  öffentliche Plätze, demonstrieren gegen die “Gier der Banker” und für “soziale Gerechtigkeit”. Andere verkünden, dass man soziale Gerechtigkeit durch die dezentrale Produktion erneuerbarer Energien erreichen kann. Die Evangelische Kirche Deutschlands will die Schuldenkrise zu mehr Einsatz für soziale Gerechtigkeit nutzen, Studenten und Schüler demonstrieren für mehr soziale Gerechtigkeit im Bildungssystem , die Linke glaubt, dass eine sich weitende Schere zwischen Arm und Reich bei “den Menschen” zu einer Sehnsucht nach sozialer Gerechtigkeit führt, während das Forum soziale Gerechtigkeit fordert, die Wirtschaft zum Diener sozialer Gerechtigkeit zu machen.

 

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