Im Okzident werden unter dem Begriff der Religion in der Regel die drei monotheistischen Religionen gefaßt, also das etwa dreitausendjährige Judentum, das aus ihm erwachsene etwa zweitausendjährige Christentum, „das Judentum für die Heiden“ gewissermaßen, und der mehr als ein halbes Jahrtausend später, im 7. Jahrhundert, in Arabien entstandene Islam. 

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Diese monotheistischen Religionen beruhen jeweils auf (angeblichen) göttlichen Offenbarungen (Altes Testament, Neues Testament, Koran), und daher ist Glauben gefordert, also ein irrationaler Akt, ohne den der Anspruch dieser Religionen sofort zerfällt. Gleichsetzungen zwischen diesen drei Religionen verbieten sich zwar, aber es handelt sich bei allen um Irrationalismen, die einer Religionskritik zwar nicht standhalten, die sich aber als Doktrin und als lebensweltliche, religiös inspirierte Praxis bewahren und tradieren.  

 

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Morpheus getarnt als Siri, Phobeter als Cortana und Phantastos als Alexa? Alan Turing als neuer Zeus?

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Das menschliche Subjekt sieht sich stets existentiell-bedrohlich empfundenen Krisen gegenüber, die es zu bewältigen gilt. Drei solcher Entzauberungen oder wie Freud sie nannte, narzisstische Kränkungen, beginnend mit Kopernikus Beweis des Primats des geo- über das heliozentrische Weltbild (kosmologische Kränkung), sich erstreckend über Darwin, der mit seiner Evolutionsbiologie endgültig den Menschen von seinem Thron der „Krone der Schöpfung“ stieß (biologische Kränkung) bis zur Konstatierung Sigmund Freuds, dass der Mensch Sklave seines Unbewussten, seiner Triebe sei (psychologische Kränkung), hat das menschliche Subjekt anscheinend hinter sich gelassen.

 

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Der Holzjunge Pinocchio wünscht sich nichts sehnlicher als ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut zu werden. Doch bis es soweit ist, muss er sich im Fluss des Lebens, das ihn stets zwischen den Ufern von Areté (des Guten) und von Kakai (des Schlechten) herspült, seinen eigenen Weg zu einem guten, gelingenden Leben finden. Dieses gelingt ihm schließlich und er wird ein echter menschlicher Junge. Wie Pinocchio, befinden auch wir uns in den Stromschnellen des Lebens, mit dem Unterschied, dass wir dieses als nichtwissende, hippe Nomaden tun. Denn wir meinen echte Menschen zu sein, aber de facto sind wir es nicht.

 

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Der Bundesvorsitzende der Polizeigewerkschaft Rainer Wendt wurde von der Uni Frankfurt als Redner ein- und wieder ausgeladen, weil er nicht ins politisch-korrekte Weltbild passte. Wendt ist kein Einzelfall - wie steht es um die Demokratie an deutschen Hochschulen? Diese Frage stellte auch 3-Sat Kulturzeit am 23. Januar. 

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Ich bin nach meiner Abberufung als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar von einigen Universitäten in Deutschland zu Vorträgen eingeladen worden. Das hat mich sehr gefreut, weil ich große Lust hatte Studierenden meine Ideen über strukturelle Diskriminierung von Männern und den Stand der Gleichstellungsarbeit in Bezug auf Männer vorzutragen und meine Erfahrungen und Ideen zur Diskussion zu stellen.

 

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Das Leben ist wie ein großes Surferparadies. Wir surfen von einer Welle zur nächsten, kämpfen mit anderen Surfern um den besten „Move“, während sich einige Haie zwischen uns tummeln und darauf warten bis sich einer von uns in ihr hungriges Maul verirrt. Wir surfen in einem Datenmeer von 1 und 0, in denen Google, Apple und Co. es gierig auf unsere persönlichen Daten abgesehen haben. Das ist - angelehnt an den Philosophen Max Scheler - unsere heutige Stellung im digitalen Kosmos.

 

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Wir alle kennen sie: die lieben Bürgerinnen und Bürger, die werten Zuschauerinnen und Zuschauer. Gendergerechte Sprache nennt man diese holprige und unliebsame Notwendigkeit. Doch wussten Sie - geschätzte Leserinnen und Leser - dass es einen Unterschied hergibt, ob man gendergerechte oder lediglich geschlechtersensible Sprache gebraucht? 

 

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Ich fordere den Bundestag zu folgender Handlung auf:

Erweitern Sie das aktive und passive Wahlrecht der Gleichstellungsbeauftragten gemäß Bundesgleichstellungsgesetz auf intersexuelle Personen. Formulieren Sie das Bundesgleichstellungsgesetz dergestalt um, dass es intersexuelle Personen in jedem relevanten Aspekt einschließt.

Begründung:

Das Bundesverfassungsgericht entschied unlängst, dass neben den Kategorien "männlich" und "weiblich" eine dritte Kategorie im Personenstand zu schaffen ist, um den Rechten intersexueller Menschen zu entsprechen.

Das Bundesgleichstellungsgesetz bestimmt, dass die Tätigkeit einer Gleichstellungsbeauftragten nur von Menschen weiblichen Geschlechts ausgeübt werden darf. Ferner sind auch nur weibliche Personen berechtigt, die Gleichstellungsbeauftragte zu wählen. Diese Regelung ist obsolet.

eingereicht beim Petitionssausschuss des Bundestages

Diskutieren und unterzeichnen Sie das Anliegen auf openpetition.de