Um sich als ganzheitliches, vollkommenes Individuum zu verstehen, braucht der Mensch andere Menschen - er ist ein soziales Wesen. Sogar wenn er in den tiefsten Ecken des Teutoburger Waldes ein Einsiedlerleben führt, kommuniziert er: in Gedanken mit sich selbst oder mit den ihn umgebenden Tieren, oder aber Bäumen.

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Und dieser kommunikative Akt stellt eine Form der sozialen Interaktion dar. Deswegen bezeichnete bereits Aristoteles den Menschen als zoon politikon und Èmile Durkheim diesen als homo duplex, um auf die doppelseitige Natur des menschlichen Wesens einzugehen: einerseits als unabhängiges Individuum, andererseits als „abhängiges" Element der Gemeinschaft.

 

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Einige meiner Leser haben die Bitte des SPIEGEL-Redakteurs Cordt Schnibben, ihnen über ihre Erfahrungen mit dem Niedergang des deutschen Journalismus zu schreiben, nicht nur erfüllt, sondern auch mich ins CC gesetzt. Einen dieser Briefe veröffentliche ich nach Rücksprache mit dem Verfasser gerne hier als Offenen Brief an den SPIEGEL.

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Dass immer mehr Journalisten zu Ideologen werden und ihnen dabei selbst elementare ethische Grundsätze verloren gehen, stellt leider ein wachsendes Problem dar und erfordert ein immer stärkeres Engagement der Bürger.

 

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An den Rundfunkrat des SWR sowie an Herrn Peter Boudgoust (Intendant des SWR) und Herrn Gerold Hug (Hörfunkdirektor des SWR)

01. März 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir schreiben Ihnen anlässlich der SendungMaskulinistenKrieger im Geschlechterkampf, die in diesen Tagen bei SWR2 mehrfach ausgestrahlt wird.

BriefSchreiben-lksh7829 Mit einem überraschend konsequenten Freund-Feind-Denken und vielen offenbar bewusst gesetzten Falschinformationen macht diese Sendung Stimmung gegen eine politische Entwicklung, die wir ausdrücklich begrüßen und die zur demokratischen Öffnung von erstarrten Debatten führen kann.

 

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Zum 100. Geburtstag von Willy Brandt sind viele Bücher und Sonderausgaben von Zeitungen und Magazinen erschienen. Auch Fernsehen und Hörfunk erinnerten ausführlich an den bedeutenden Staatsmann und SPD-Vorsitzenden.

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Wirklich Neues konnte kaum mehr mitgeteilt werden, es sei denn, man hätte zuvor eine Persönlichkeitsstudie aus der Perspektive seiner Haut vermisst, die nun in der biografischen Publikation „Die Familie Willy Brandt“ 25 Seiten lang nachgereicht worden ist.

 

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In ihrer aktuellen Stellungnahme zum Monitor Familienforschung 2015 vergleicht Frau Bundesministerin Manuela Schwesig die unterschiedlichen kulturellen Herangehensweisen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Deutschland und unserem Nachbarland Frankreich. Dabei weist sie zu Recht darauf hin, dass diesseits des Rheins in den letzten Jahren große Verbesserungen erzielt werden konnten.

Familie-kjui8956 Ich stimme ihr zu, die staatliche Förderung des Baus von Kindertagesstätten und die Einführung der verschiedenen Möglichkeiten zur Inanspruchnahme von Elterngeld/Elternzeit stehen für einen Quantensprung für Familien in Deutschland.

 

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„Schnee von gestern“ trifft auf die Leserschaft von heute: Kindheit und Jugend im Österreich der 1970er und 1980er Jahre

Den Autoren Friederike Leibl-Bürger und Florian Asamer gelingt mit ihrem Erstlingswerk eine beachtliche, realitätsnahe Einsicht in das Leben von Kindern und Jugendlichen im Österreich der 1970er und 1980er Jahre. Es geht um den damaligen Alltag: Schule, Familie, Essen – und um Urlaub in Variationen. Mit Tiefgang.

oesterreichische-flagge Dabei stehen nicht spezifische Erfahrungen der Autoren im Vordergrund, wie sie betonen, sondern auf die ganze Generation verallgemeinerbare Aspekte dieser Zeit. Der Ausflug der noch immer recht jungen Chefin vom Dienst (41) und des stv. Chefredakteurs (43) der Tageszeitung „Die Presse“, mithin der „FAZ Österreichs“, unter die Zeitchronisten darf als gelungen betrachtet werden.

 

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Was Männer ertragen müssen, wenn sie sich aus Geldnot zum Dienst an der Waffe verpflichten

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Praxis der Musterungsuntersuchungen und den niedrigen Bewerberzahlen bei der Bundeswehr? Diese Frage wird hinter vorgehaltener Hand seit Jahren in der Bundeswehr diskutiert. Das belegt ein nun öffentlich gewordenes Dokument des Sanitätsdienstes der Bundeswehr.

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Die Bundeswehr steht seit Monaten wegen immer neuen Pannen, Kostensteigerungen, Materialmängeln und Verzögerungen bei der Auslieferung von neuem Militärgerät im Kreuzfeuer der Kritik. Doch neben Transportflugzeugen, welche ständig zwischenlanden müssen, weil sie zu alt und marode sind, und Gewehren, die einfach nicht geradeaus schießen wollen, ist die Bundeswehr seit der Aussetzung der Wehrpflicht mit einem noch viel größeren Problem konfrontiert - mit konstant zu niedrigen Bewerberzahlen.

 

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