Die Politik beeinflusst die deutschen Universitäten zunehmend. Es sei besonders auf die sogenannte Exzellenzinitiative verwiesen.

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Das hat Auswirkungen auf die Vergabe von Spitzenpositionen, denn immer weniger Universitäten bekommen immer mehr Geld. Das finanzielle Kapital in Form von Drittmitteln ist z. B. in medizinischen Fächern das wichtigste Zuweisungskriterium für eine universitäre Chefstelle. 

 

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Die Bundesministerin für Bildung und Forschung wird immer noch als eine in diesem Amt relativ erfolgreiche Politikerin bezeichnet. Jetzt wurde in den Medien erst groß berichtet über die Aberkennung ihres Doktortitels durch die Universität Düsseldorf, dann war ihr Rücktritt ein Titelthema.

Aber der eigentliche Skandal bei Annette Schavan ist doch nicht, dass sie vor 33 Jahren in ihrer Dissertation wahrscheinlich plagiiert hat, sondern dass sie als Ministerin tatsächlich eine schlechte Politik machte. Frau Schavan wurde sogar von Sigmar Gabriel nachsichtig als „Kollegin“ bezeichnet und bedauert. Warum diese ungewöhnliche Rücksicht auf ein Mitglied der Regierung, dessen sehr fragliche Leistungen als Bildungsministerin eigentlich von der Opposition hätten blossgestellt werden müssen?

 

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Hätte Albert Einstein seine verflixte Relativitätstheorie nicht formuliert, dann hätte es keine Atombombe gegeben, zumindest wäre ihre Entwicklung schwieriger gewesen.

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Hätte Alfred Nobel nicht sein Dynamit und damit den ersten industriell verwendbaren Sprengstoff erfunden, US-amerikanische Outlaws hätten es deutlich schwieriger gehabt, Geldzüge und Banken im Wilden Westen zu überfallen. Und hätte sich Alan Turing nicht mit der Dekodierung der Enigma-Verschlüsselungsmaschine der deutschen Wehrmacht befasst, dann wären die ersten Computer vermutlich einige Jahrzehnte später entwickelt worden als sie es wurden.

 

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Das Wort „Führungsposition“ hat sich in allen relevanten Bereichen unserer Gesellschaft fest etabliert. Überall ist von „Führungspositionen“ als dem höchsten Ziel der beruflichen Karriere die Rede.

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Feministinnen und Frauenpolitikerinnen sehen im Erlangen von „Führungspositionen“ durch Frauen die Vollendung von Emanzipation und Gleichstellung. Auch die Wissenschaft folgt diesem Trend. Es entsteht der Eindruck, eine „Führungsposition“ sei das Wichtigste in der Wissenschaft, das höchste Ziel des Wissenschaftlers.

 

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Die Zeitschrift „Scientific American” hat einen hochinteressanten Artikel darüber veröffentlicht, wie die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit in den USA die Demokratie gefährdet.  

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In den USA wird es für Politiker wohl immer günstiger, leichter und gewinnbringender, sich als wissenschaftsfeindlich auszugeben. Die Ablehnung von Wissenschaft wird zunehmend gesellschaftlich akzeptiert. Während man in den USA in den 50er und 60er Jahren noch in einem übertriebenen Wissenschaftswahn steckte, und alles irgendwie nach Science Fiction und Raumschiff aussehen musste, scheint das nun in das genaue Gegenteil umzuschlagen.

 

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Grigorij Perelman zeigte dem Wissenschaftsbetrieb, was unter Wissenschaft wirklich zu verstehen ist.

Der russische Mathematiker Grigorij Jakowlewitsch Perelman hat 2010 den mit einer Million Dollar dotierten Millenium-Preis des US-amerikanischen Clay-Instituts für Mathematik abgelehnt. Der Preis wurde Perelman für die von ihm im Jahre 2002 im Internet publizierte Lösung der sogenannten Poincaré-Vermutung zugesprochen. Perelman hatte zu dieser Zeit noch am Petersburger Steklow-Institut für Mathematik gearbeitet, sich jedoch bereits damals geweigert, an den akademischen Ritualen wie der Verteidigung einer Habilitation oder dem Publizieren in Fachzeitschriften teilzunehmen. Die Voraussetzung für den Millenium-Preis, nämlich die Lösung in einer Fachzeitschrift zu veröffentlichen, erfüllte er deshalb nicht.

 

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Im „Berliner Journal für Soziologie“ (Jahrgang  20, Ausgabe 4, Jahr 2010, Seiten 499-526) hat der Autor eine wissenschaftliche Abhandlung („Patronage und Geld“) publiziert, die die Besetzung von Lehrstühlen in einem chirurgischen Fach während der letzten 30 Jahre untersucht. Die Ergebnisse sollen hier vereinfacht wiedergegeben werden. Die komplette Abhandlung kann auf der Homepage des Autors eingesehen werden. In Fortsetzung dieser Arbeit lässt sich die Frauenquote als Patronage von Frauen durch den Staat definieren.

 

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