Im „Berliner Journal für Soziologie“ (Jahrgang  20, Ausgabe 4, Jahr 2010, Seiten 499-526) hat der Autor eine wissenschaftliche Abhandlung („Patronage und Geld“) publiziert, die die Besetzung von Lehrstühlen in einem chirurgischen Fach während der letzten 30 Jahre untersucht. Die Ergebnisse sollen hier vereinfacht wiedergegeben werden. Die komplette Abhandlung kann auf der Homepage des Autors eingesehen werden. In Fortsetzung dieser Arbeit lässt sich die Frauenquote als Patronage von Frauen durch den Staat definieren.

 

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Die Exzellenzförderung führt mit Großprojekten vorwiegend zur Auswalzung bekannten Wissens, kaum zu wirklich neuartigen Erkenntnissen. Deren Entdeckung bleibt wie eh und je Individuen vorbehalten.

Entsprechend der als „Modernisierung“ verkauften ökonomischen Ausrichtung der Universitäten ist der heutige Wissenschaftsbetrieb eine stete Quelle propagandistisch wiederholter, in die Köpfe gehämmerter Floskeln. Es ist eine Sprache, die nicht zum Bild einer freien und seriösen Wissenschaft passt. Aber diese Sicht ist veraltet, geradezu altmodisch. Die Kaufleute haben das Sagen. Und sie definieren heute, welche Sprache zur Wissenschaft zu passen hat. Es ist die Sprache der Quantität. Mit der Form ändert sich aber auch der Inhalt.

 

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Wie im Sog der Exzellenzinitiative die deutsche Universität ihre Unabhängigkeit und die Wissenschaft ihre Freiheit verliert.

Wissenschaft wurde früher, entsprechend dem Humboldt’schen Ideal, in Einsamkeit und Freiheit betrieben. So lautete die positive Selbstdarstellung, die selbstverständlich kritisch hinterfragt werden durfte: Wo blieb die Kooperation über Fachgrenzen hinweg? Wer kontrollierte den unfruchtbar, aber bezahlt vor sich hin wurstelnden Wissenschaftler? Andererseits und negativ betrachtet fanden einige, dass die Wissenschaft sich in einen Elfenbeinturm zurückgezogen habe.

 

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Die Normierung der Frauen- und Gleichstellungspolitik im Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) in der Fassung vom 24. Juni 2002

Mit dem NHG von 2002 wurde von der damaligen SPD-Landesregierung in Hannover eine neoliberale Hochschulreform durchgesetzt, die die partizipative Gruppenhochschule, die eine tatsächliche Mitwirkung an internen hochschulpolitischen Entscheidungen und einen Interessenausgleich ermöglicht hatte, beseitigte und durch eine autoritative Hochschulleitung ersetzte; vgl. hierzu: Buchholz 1 und 2. Die Gleichstellungspolitik wurde, wie hier gezeigt werden soll, als besonderer, weil privilegierter Teil dieser Leitungsstruktur im Gesetz verankert.

 

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