li egetfzzvzu

Der Feminismus stimmt mit der Biowissenschaft darin überein, daß es Mann und Frau, also den biologischen Dimorphismus als Voraussetzung der Fortpflanzung der Gattung, tatsächlich gibt, und dies war und ist zugleich immer schon selbstverständlicher Teil des Alltagswissens. Der Genderismus bestreitet jedoch in den Gender Studies, die einen wissenschaftlichen Anspruch erheben, genau dies. Es komme angeblich nicht auf die zwei nur vermeintlich existierenden biologischen Geschlechter an, sondern auf die Vielfalt des sogenannten sozialen Geschlechts an.

Von biowissenschaftlicher Seite hat Ulrich Kutschera hieran eine Kritik vorgelegt; sein Buch heißt "Das Gender-Paradoxon - Mann und Frau als evolvierte Menschentypen", LIT-Verlag: Berlin 2016. Seine Kritik hat ihren Schwerpunkt in einer fundamentalen Kritik des Wirkens von John Money, der den Gender-Begriff in den 70er Jahren des 20. Jh. eingeführt hat.

Sexualität bedeutet nach Ulrich Kutschera auf der zellulären Ebene die Fusion von Eizelle und Spermium, und sie ist damit biologisch identisch mit der Fortpflanzung. Zur Sexualität gehört, bei Säugetieren und auch bei Vögeln, ein entsprechendes erotisches Verhalten, nämlich Balz bzw. Werbung, oder Kampf.

Als Ausnahme von dieser Regel gibt es bei Menschen minoritär homoerotisches Verhalten, das aber biologisch steril bleibt. Um diese Ausnahmen als Verhaltensvariante auf dieselbe Ebene, und das heißt als gleichartig und gleichwertig neben die Sexualität zu stellen, wurde der Gender - Begriff eingeführt.

Gender differenziert nicht zwischen den zwei biologischen Geschlechtern, sondern verweist auf ein breites Spektrum erotischer Verhaltensvarianten. Damit jedoch gerät die biologische Fortpflanzung völlig aus dem Blick. Auch der an die biologische Fortpflanzung gebundene Familienbegriff, dessen Bedeutung in der Schaffung optimaler Bedingungen für die kindliche Entwicklung liegt, wird durch die Gender - Perspektive unscharf und verfälscht.

Der Gender - Begriff ist vollständig überflüssig, wenn es darum geht, über Männer, Frauen, über Jungen und Mädchen, über Familien, oder über Sexualität und Fortpflanzung zu reden.

Er wird ausschließlich deswegen benötigt und eingeführt, um das infertile homoerotische Verhalten als gleichartig und gleichrangig mit dem fertilen sexuellen Verhalten erscheinen zu lassen. Das ist jedoch nicht möglich, ohne letzteres in seiner biologischen Bedeutung zu leugnen und zugleich zu entwerten.

Gender Studies sind keine Wissenschaft, denn die Gender Studies haben kein Erkenntnisziel, sondern sie verfolgen ein politisches Ziel. Die Richtigkeit dieses Zieles wird, bedingt durch das persönliche Interesse, schlicht vorausgesetzt und nicht problematisiert. Da eine Forschungsfrage fehlt, gibt es weder eine wissenschaftliche Methode noch einen Begründungszusammenhang noch benennbare neue Erkenntnisse als Forschungsergebnisse. Der wissenschaftliche Begründungszusammenhang fehlt also ganz und wird durch thesenhafte und interpretierende Darstellungen ersetzt, die durch Selbstzitate gestützt werden: Deutung statt Erklärung. Das reicht aus für den Anwendungszusammenhang, in dem es allein darum geht, die Bedürfnisse und Interessen der sogenannten Homosexuellen - ein Begriff, der von Magnus Hirschfeld stammt - in der Politik mit scheinbarer wissenschaftlicher Legitimation zur Geltung zu bringen, um also die Normalisierung der Homoerotik in der Gesellschaft zu verwirklichen.

 

Weitere Beiträge

Professor Gerhard Amendt: „Von Höllenhunden und Himmelwesen“ - eine Buchvorstellung


"Stell dir vor, es ist Geschlechterkampf und keiner macht mit" heißt es auf dem Backcover von Professor Gerhard Amendts neuem Buch Von Höllenhunden und Himmelswesen. Plädoyer für eine neue Geschlechter-Debatte.
Es handelt sich meines Erachtens um ein Schlüsselwerk im Moment des historischen Umbruchs, den wir gerade erleben und den Genderama begleitet: weg von den Jahrzehnten feministischer...

Der Mütterkreuzzug

An einem Text der erfolgreichen Bloggerin Christine Finke lässt sich zeigen, auf welche Weise Barrikaden gegen die vorsichtigen Änderungen des veralteten deutschen Kindschaftsrechts aufgebaut werden.
Seitdem sich die rechtliche Situation von Vätern in Deutschland sehr, sehr langsam, aber erkennbar verbessert, formieren sich natürlich auch Widerstände dagegen. Das hat grundsätzlich nichts mit...

Leonard Cohen, der Krieg, die Menschlichkeit und die Fahrräder auf dem Meeresgrund


Am Sonntag, dem 21. September wurde in einer Reihe von transkontinentalen Veranstaltungen (1)* der achtzigste Geburtstag von Leonard Cohen zelebriert. Er selber hat sich diesen Tag als Termin gesetzt, um wieder mit dem Rauchen anzufangen.
In dem Filmporträt ‚Beautiful Losers’ (ich weiß nicht, wie lange das schon zurückliegt) lobt er Weißwein und Zigaretten als „wundervolle Drogen“, er tut es in...

Geschlechterdebatte: „Ein wesentlicher Teil der Natur von Jungen wird nicht akzeptiert"

Während allenthalben von der Benachteiligung von Frauen gesprochen wird, kommt das Thema der Benachteiligung von Jungen in den Schulen zu kurz, meint Pädagogik-Professor Wolfgang Tischner. Heute gelten Mädchen als „Standardmodell des guten Schülers."
Interview mit Professor Wolfgang Tischner
Cuncti: Herr Professor Tischner, soweit ich Simone de Beauvoir und ihr Buch"Das andere Geschlecht" in...

Agent*In: das Ende einer rationalen Debattenkultur


Vieles wurde diese Tage über das Online-Lexikon Agent*In geschrieben. Das Lexikon soll Informationen über „Antifeministen“ bereitstellen. Die Agent*In ist nach eigenen Angaben ein „Antifeminismus-kritisches Online-Lexikon“. Das Projekt wird von der Heinrich-Böll-Stiftung, der parteinahen Stiftung der Grünen, getragen. Es befindet sich im Aufbau. „Wir sammeln und organisieren Wissen, Daten,...

Gendermedizin – eine Einordnung

Gendermedizin ist eine junge, vielleicht 20 Jahre alte Disziplin, die in einer 2010 erschienenen Philosophie der Medizin noch gar nicht aufgeführt ist[1]. Natürlich gab es diese Disziplin schon früher, sogar noch bevor sie so genannt wurde.
 
Der holländische Psychosomatiker Appels führte 1973 soziale Gründe für eine unterschiedliche Herzinfarktgefährdung bei Männern und Frauen an und nannte das...

NovoArgumente: Dossier „Genderdebatte“

23. August 2013
Staatliche Gleichstellungspolitik wird zunehmend zu einem Problem für Frauen und Männer. Nicht Emanzipation, sondern Regulierung, Volkserziehung und Gleichmacherei stehen im Vordergrund.
Inwieweit müssen Frauen wirklich vor Übergriffen durch das andere Geschlecht geschützt werden? Warum ist es politisch und moralisch geboten Frauen im Beruf zu bevorzugen? Und wieso haben es...

Two sorts of contempt for women: Hillary R. Clinton versus Donald J. Trump – who is more disparaging towards women?


By now, the 45th president of the United States has taken office. The disappointment on the losing side about the missed, previously believed as certain, victory still looms large. Though what appears to many as a betrayal of Hillary Clinton as a symbolic figure of the women’s cause requires a more thorough contemplation.
Donald Trump’s comments about the availability of women in the run-up to...